Morning Briefing: Olaf Scholz macht sich zum Corona-Kanzler
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
in Sachen Corona vom Schweiger der Nation zum „Captain Future“, vom Getriebenen zum Treiber – und ab sofort muss er beweisen, ob er Krise so gut kann wie sein Vorbild Helmut Schmidt 1962 bei der Hamburger Sturmflut: Olaf Scholz. Gestern Abend waren Olaf-Scholz-Festspiele im deutschen Fernsehen, ganz gemäß seinem Motto: „Die Führung ist da.“
Nach dem Plausch mit Noch-Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten (wird morgen wiederholt) kündigte der Sozialdemokrat ein ganzes Arsenal an Maßnahmen an, vor allem, dass die allgemeine Impfpflicht zum Februar 2022 kommen soll. Der Bundestag soll sie als Zwangsmaßnahme gegen die noch viel zu hohe Impfverweigerer-Quote beschließen – und alle Interessierten können die heiligen Schwüre der Spitzenpolitiker aller Parteien nachlesen, in einer Freiheitsgesellschaft komme keine Impfpflicht. Aus dem „Freedom Day“ ist schnell für manche ein „Unfreedom Day“ geworden.
Aber Captain Scholz listet bei seiner Tour durch die TV-Studios noch viel mehr auf, alles als „Akt der nationalen Solidarität“ zu verstehen: