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Bilanz 2021Frankfurter Volksbank steigert Gewinn und zahlt Rekorddividende

Die Genossenschaftsbank ist im vergangenen Jahr gut durch die Coronakrise gekommen und will ihren Mitgliedern eine Dividende von 7,6 Prozent auszahlen – so viel wie nie zuvor.Elisabeth Atzler 09.02.2022 - 14:49 Uhr Artikel anhören

Das Institut gehört zu den größten Genossenschaftsbanken in Deutschland.

Foto: dpa

Frankfurt. Die Frankfurter Volksbank, eine der größten Genossenschaftsbanken in Deutschland, hat im zweiten Coronajahr ihren Gewinn erhöht. Der Jahresüberschuss stieg 2021 um 13 Prozent auf 14,6 Millionen Euro. Bankchefin Eva Wunsch-Weber sagte am Mittwoch: „Wir haben keinen Trauerflor um dieses Jahr gehängt, ganz im Gegenteil.“

Das Geldhaus, das seit 160 Jahren besteht, plant eine hohe Ausschüttung. Es will eine Dividende von 7,6 Prozent zahlen. Das ist vergleichsweise viel.

2021 machte die Frankfurter Volksbank erneut mehr Geschäft mit ihren inzwischen gut 630.000 Kundinnen und Kunden. Sowohl das Provisionsergebnis als auch das wichtige Zinsergebnis sind gestiegen. Positiv auf den Zinsüberschuss wirkte, dass die Bank mehr Kredite vergab und mit eigenen Investments Geld verdiente. Die Bank profitiert vom wirtschaftlich starken Frankfurter Ballungsraum, auch wenn dort ein scharfer Wettbewerb herrscht.

Bei vielen Banken und Sparkassen waren die Zinsüberschüsse, die in der Branche noch knapp 70 Prozent der Erträge ausmachen, in den vergangenen Jahren abgebröckelt. Das liegt an dem Leitzins von null in der Euro-Zone und den negativen Einlagenzinsen, die Geschäftsbanken der Europäischen Zentralbank zahlen müssen. Bei den 50 Sparkassen in Baden-Württemberg, die am Dienstag Zahlen präsentierten, sank das Zinsergebnis 2021 trotz Kreditwachstums.

Erneut gab es quasi keine Kreditausfälle, die auf die Coronapandemie zurückzuführen wären. „Durch Corona sind unsere Kunden nicht in die Knie gegangen“, sagte Wunsch-Weber.

Das Geldhaus lässt sich eine eigene Banking-App bauen

Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass sie mit der Rüsselsheimer Volksbank über eine Fusion spricht. Sie berichtet als eine der ersten großen Genossenschaftsbanken über das vergangene Geschäftsjahr. Größer als die Frankfurter Volksbank sind unter den genossenschaftlichen Kreditinstituten die Apotheker- und Ärztebank, die Berliner Volksbank, zwei Sparda-Banken sowie die BBBank.

Für das laufende Jahr zeigte sich Wunsch-Weber optimistisch. Die Bank wachse solide im klassischen Geschäft. Sie verwies zudem auf die Prognosen für ein starkes Wirtschaftswachstum und rechnet damit, dass die zuletzt stark gestiegene Inflation im Jahresverlauf wieder zurückgehen wird.

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Sowohl im Filialgeschäft als beim Onlinebanking geht die Frankfurter Volksbank einen Sonderweg. Sie modernisiert ihre Geschäftsstellen in großem Stil und teilt sich eine Reihe von Filialen mit der Taunus Sparkasse, was bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte. Nun setzt die Frankfurter Volksbank auch auf eine eigene Banking-App.

Während die rund 800 Genossenschaftsbanken überwiegend Kunden des gemeinsamen IT-Dienstleisters Atruvia (vormals Fiducia GAD) sind und dessen Angebote auch bei Onlinebanking und App nutzen, lässt die Frankfurter Volksbank sich von Atruvia eine eigene App bauen – ein ungewöhnlicher Schritt. „In den nächsten drei Monaten werden wir unsere eigene App präsentieren“, kündigte Wunsch-Weber an.

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