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Dow Jones, S&P 500, NasdaqBörsenschluss: Spannungen in der Ukraine lassen Dow Jones 620 Punkte abrutschen

Neben einem drohenden Einmarsch Russlands in der Ukraine lastet die bevorstehende Zinswende auf der Stimmung. Eine positive Überraschung gibt es bei Doordash. 17.02.2022 - 23:06 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Stimmung an der Wall Street ist wieder freundlicher.

Foto: AP

Berlin, New York. Angesichts eines Trios von Sorgen haben die US-Börsen am Donnerstag schwächer tendiert. „Sie haben da eine offenbar weit verbreitete Inflation, es zeichnet sich eine Änderung der Geldpolitik der US-Notenbank ab, und dann sind da noch die anhaltenden Spannungen mit Russland und der Ukraine“, sagte der Aktienstratege Terry Sandven vom Vermögensverwalter U.S. Bank Wealth Management.

Marc Chandler, Chefstratege beim Handelshaus Bannockburn Global Forex, verwies zudem auf das anstehende lange Wochenende wegen eines US-Feiertages am Montag: „Für einen Marktteilnehmer gibt es keinen Anreiz, vor einem Wochenende, an dem alles passieren kann, gegen eine risikoscheue Stimmung anzukämpfen.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,8 Prozent tiefer auf 34.312 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq gab 2,9 Prozent auf 13.716 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 2,1 Prozent auf 4380 Punkte ein.

Insbesondere die Furcht vor einer Eskalation der Ukrainekrise hatte auch zuvor Anleger in Europa verschreckt. Im Osten des Landes kam es nach Angaben beider Seiten zu Gefechten zwischen prorussischen Rebellen und ukrainischen Regierungstruppen.

US-Präsident Joe Biden erklärte, die Gefahr eines russischen Einmarschs in der Ukraine sei „sehr hoch“, und es sei sein Gefühl, dass dies in den nächsten Tagen geschehen werde. Der Dax und der Euro Stoxx 50 hatten anschließend beide 0,7 Prozent nachgegeben.

Weitere Einzelwerte

Tesla: Bei den Einzelwerten ging es für Tesla mehr als 5 Prozent bergab. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht 416.000 Fahrzeuge nach Berichten über unerwartete Bremsmanöver des Fahrer-Assistenzsystems.

Doordash: Der Essenslieferant – Mutter des deutschen Lieferdienstes „Wolt“ – hatte einen überraschend großen Umsatzsprung vorgelegt. Für die Aktie ging es mehr als 10 Prozent aufwärts.

Palantir: Die Palantir-Aktie stürzte um fast 16 Prozent ab. Denn das Unternehmen vergrößerte seinen Fehlbetrag von Oktober bis Dezember auf 156,2 Millionen Dollar von zuvor 148,3 Millionen Dollar. Im laufenden Quartal peilt das vom deutsch-amerikanischen Investor und Milliardär Peter Thiel 2003 mitgegründete Unternehmen Erlöse von 443 Millionen Dollar an. Das ist mehr als von Analysten erwartet.

Tripadvisor: Die Aktien geben rund 2,5 Prozent nach. Das Unternehmen hatte einen unerwarteten Quartalsverlust und einen Umsatz gemeldet, der hinter den Prognosen der Analysten zurückblieb. Der Betreiber der Reisebewertungsseite sagte, er erwarte eine deutliche Verbesserung des Reisemarktes in diesem Jahr.

Die Angst vor einer Eskalation in der Ukraine-Krise dämpft die Kaufbereitschaft an den US-Märkten. Wie die geopolitischen Probleme die Zinspolitik der Fed beeinflussen, erklärt Markus Koch.

Cisco: Das Unternehmen übertraf mit einem bereinigten Quartalsgewinn von 84 Cent pro Aktie die Schätzungen um drei Cent. Der Hersteller von Netzwerkausrüstungen und -software meldete außerdem einen über den Erwartungen liegenden Umsatz und gab eine optimistische Prognose für das Gesamtjahr ab, da er eine besonders starke Nachfrage von Cloud-Computing-Unternehmen sieht. Cisco-Aktien stiegen um 2,8 Prozent.

Walmart: Die Aktie stieg um rund 4 Prozent, nachdem das Unternehmen für dieses Jahr einen Anstieg des Gesamtnettoumsatzes um drei Prozent in Aussicht gestellt hatte. Zu den Gewinnen der Aktie trugen die 49. Dividendenerhöhung in Folge und die Ankündigung von Plänen bei, in diesem Geschäftsjahr mindestens 10 Milliarden Dollar für den Rückkauf von Aktien bereitzustellen.

Nvidia: Die Aktie wurde um 7,6 Prozent niedriger gehandelt. Der Chiphersteller hatte für das vierte Quartal stagnierende Margen gemeldet. Die Marge von Nvidia von 67 Prozent ist schwach im Vergleich zu 72 Prozent bei Analog Devices, einem viel kleineren Unternehmen. Auch das Engagement im Kryptowährungsmining gab ebenfalls Anlass zur Sorge. Der Umsatz mit Kryptowährungsmining-Prozessoren betrug im Quartal 24 Millionen Dollar, weniger als ein Viertel des Umsatzes im vorangegangenen Zeitraum.

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Amplitude: Ein enttäuschender Ausblick brockt dem Papier den größten Kurssturz seit dem Börsengang vor rund einem halben Jahr ein. Die Aktien der Softwarefirma fielen an der Wall Street um rund 59 Prozent auf ein Rekordtief von 17,10 Dollar. Das Unternehmen erwartet für das laufende Jahr einen Umsatz von 226 bis 234 Millionen Dollar und einen Verlust von 0,42 bis 0,44 Dollar je Aktie.

rtr
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