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TwitterTwitter-Chef: Elon Musk wird doch nicht Mitglied des Verwaltungsrats

Der Tesla-Chef und Großaktionär zieht nun doch nicht in das Gremium ein. Zuvor hatte Elon Musk zahlreiche Vorschläge für die Zukunft von Twitter veröffentlicht. 11.04.2022 - 09:43 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der Finanzdienst Bloomberg schätzt Musks Vermögen aktuell auf 288 Milliarden Dollar.

Foto: AP

San Francisco. Nach seinem überraschenden Einstieg bei Twitter zieht Tech-Milliardär Elon Musk doch nicht in den Verwaltungsrat des Konzerns ein. Seine Ernennung hätte offiziell am 9. April in Kraft treten sollen, „aber Elon teilte noch am selben Morgen mit, dass er dem Verwaltungsrat nicht mehr beitreten wird“, schrieb Twitter-Chef Parag Agrawal am Sonntagabend (Ortszeit). „Ich glaube, dass dies das Beste ist.“

Anfang April war bekannt geworden, dass Musk mit einer Beteiligung von 9,2 Prozent zum größten Aktionär von Twitter wurde. Zunächst hatte es so ausgesehen, als wolle er sich mit einer passiven Rolle als Investor begnügen

Kurz darauf wurde jedoch seine Einberufung in den Verwaltungsrat der Firma öffentlich. Voraussetzung dafür seien eine Hintergrundüberprüfung und eine formelle Einwilligung gewesen, schrieb Agrawal weiter.

Musks Einzug in den Verwaltungsrat hätte verhindert, dass er mehr als 14,9 Prozent der Stammaktien besitzen kann. Erst am 4. April hatte der Tesla-Chef verkündet, 9,1 Prozent an Twitter zu halten. „Elon ist unser größter Anteilseigner und wir werden weiterhin offen für seinen Beitrag sein“, betonte Agrawal.

Musk selbst äußerte sich nicht zum Thema. Auf seinen Twitter-Account postete er lediglich ein Emoji mit Hand vor dem Mund. Tesla reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme. Die Nachricht, dass Musk einen Sitz im Verwaltungsrat anstrebt, hat einige Twitter-Mitarbeiter in Panik versetzt, wie mehrere Unternehmensinsider Reuters sagten.

In der Vergangenheit lag Musk immer mal wieder im Clinch mit dem US-Internetnetzwerk, beispielsweise als er Twitter vorwarf, die freie Meinungsäußerung zu unterwandern.

Erst im November hatte sich Gründer Jack Dorsey von der Konzernspitze zurückgezogen und den Staffelstab an Agrawal übergeben. Musk hält 73,5 Millionen Twitter-Aktien, die mehrere Milliarden Dollar wert sind. Er ist selbst ein eifriger Twitterer mit mehr als 80 Millionen Followern.

Diese rief er vorige Woche dazu auf, über eine sogenannte Editier-Möglichkeit abzustimmen, die Twitter bisher ablehnt. In weniger als drei Stunden nahmen mehr als 1,2 Millionen Nutzer an der Umfrage teil. Rund drei Viertel sprachen sich dafür aus, dass Twitter im Nachgang die Korrektur von Tweets ermöglicht.

Inzwischen legte der Tesla-Chef mit einer neuen Umfrage auf Twitter nach. Er fragte die Nutzer, ob der Twitter-Hauptsitz in San Francisco in ein Obdachlosenheim umgewandelt werden sollte, ein Plan, den Amazon-Gründer Jeff Bezos unterstützt. Zuletzt schlug der Milliardär Änderungen am Premium-Abonnementdienst Twitter Blue vor, darunter die Senkung des Preises, das Verbot von Werbung und die Möglichkeit, mit der Kryptowährung Dogecoin zu bezahlen.

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Der 50-Jährige Musk ist dank seiner Beteiligungen an Tesla und der Weltraumfirma SpaceX der mit Abstand reichste Mensch der Welt – vor allem dank seiner Beteiligungen am Elektroautohersteller Tesla und der Raumfahrtfirma SpaceX. Der Finanzdienst Bloomberg schätzt sein Vermögen zu jüngsten Aktienkursen auf 260 Milliarden Dollar.

dpa, rtr
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