Investments: Der nächste Großinvestor zweifelt an Immobilien als Geldanlage
Für die Rekordsumme von 1,4 Milliarden Euro hat die Allianz-Versicherung gemeinsam mit der Bayerischen Versorgungskammer ein neues Büro-Hochhaus in der Frankfurter Innenstadt erworben.
Foto: dpaMünchen. Versicherer werden zunehmend zögerlich bei ihren Investments in Immobilien. Nachdem die Quote im Gesamtportfolio im vergangenen Jahr mit 12,1 Prozent einen neuen Höchststand erreicht hat, zeichnet sich nun eine Trendwende ab. Das geht aus der mittlerweile 15. Auflage des Trendbarometers Immobilienanlagen der Beratungsgesellschaft EY hervor, an dem 30 namhafte Versicherer teilgenommen haben.
Der Krieg in der Ukraine, die seit mehr als zwei Jahren anhaltende Pandemie sowie die stagnierend hohe Inflation lassen das Umfeld gerade Kopf stehen, heißt es im Trendbarometer.
Viele Jahre hatten gerade die Versicherer ihre Investments in Immobilien massiv aufgestockt. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich der Anteil am Gesamtportfolio auf zuletzt 12,1 Prozent mehr als verdoppelt. Im Jahr 2020 waren es noch 11,5 Prozent. Besonders kleine und mittelgroße Lebensversicherer wie die Berliner Ideal, die Bayerische und die LV von 1871 setzten auf Immobilienbestände in guten Lagen von Berlin und München.
Die Erklärung dafür war einfach: Immobilien gelten als sehr sicheres Investment, ähnlich wie die nach wie vor dominierenden Staatsanleihen in den Portfolios der Versicherer. Für Lebensversicherer hatten sie zudem den Vorteil der Langfristanlage, die die Regulatoren für die Anlage von lang laufenden Lebensversicherungsbeiträgen fordern.