Inflation: Hohe Kosten für Strom und Gas: So unterstützen europäische Länder die Verbraucher
Die Preise für Energie sind in Europa infolge des Krieges in der Ukraine stark gestiegen.
Foto: dpaParis, Rom, Madrid, Wien, Stockholm, Düsseldorf. Das Leben in Europa wird immer teurer: Die Inflationsrate im gesamten Euro-Raum ist im Juli auf 8,9 Prozent gestiegen, der Gaspreis liegt deutlich höher als noch zu Beginn des Jahres, auch die Strompreise steigen.
Für viele Menschen sind die hohen Energiekosten nicht mehr tragbar. Die Bundesregierung hat bereits verschiedene Maßnahmen beschlossen. Unter anderem ist die EEG-Umlage entfallen, Wohngeld- und Bafög-Bezieher erhalten einen Heizkostenzuschuss. Dazu kamen der Tankrabatt und das Neun-Euro-Ticket. Viele Politikerinnen und Politiker fordern weitere Entlastungen. Streitpunkt ist noch, welche Maßnahmen am wirksamsten sind – und wann der richtige Zeitpunkt für sie wäre.
Aber wie gehen andere Länder in Europa vor? Ein Überblick der Handelsblatt-Korrespondentinnen und -Korrespondenten.
Preisdeckel auf Gas oder Strom
Bereits seit vergangenem Herbst sind die Strom- und Gaspreise in Frankreich staatlich gedeckelt. Die regulierten Gastarife für Haushalte wurden auf dem Stand von Oktober 2021 eingefroren. Zunächst sollte die Maßnahme im Juli 2022 auslaufen, dann verlängerte die Regierung sie bis Jahresende. Die Strompreise dürfen in diesem Jahr um maximal vier Prozent erhöht werden.