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ImmobilienWeniger Baugenehmigungen auch zu Beginn der zweiten Jahreshälfte

Der Abwärtstrend bei Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland hält an. Auch gestiegene Preise für Baustoffe und Bauland bremsen. 16.09.2022 - 08:33 Uhr Artikel anhören

„Die Planungssicherheit ist dahin.“

Foto: dpa

Berlin. Wegen steigender Materialkosten und Zinsen sinkt die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland auch zu Beginn der zweiten Jahreshälfte. Im August wurde der Bau von 30.653 Wohnungen genehmigt und damit 2,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Januar bis Juli gaben die Behörden grünes Licht für den Bau von insgesamt 216.425 Wohnungen, was einem Rückgang von 2,1 Prozent oder knapp 4700 entspricht.

Trotz des Bedarfs gerade an bezahlbarem Wohnraum ist die Nachfrage nach Wohnungen nach Beobachtung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) rückläufig. „Grund dafür sind die seit Kriegsbeginn explodierenden Rohstoffpreise sowie die höheren Zinsen“, sagte HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller kürzlich.

Hinzu kommen steigende Zinsen: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wegen der hohen Inflation im Juli erstmals seit Jahren ihren Leitzins erhöht und im September mit der größten Anhebung seit der Euro-Bargeldeinführung vor 20 Jahren nachgelegt, was auch die Bauzinsen nach oben treibt.

Die Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP will dafür sorgen, dass pro Jahr 400.000 Wohnungen gebaut werden. Allerdings klagen die Baufirmen auch als Folge des russischen Einmarsches in die Ukraine über Materialmangel. Stahl, Dämmstoffe, Ziegelsteine: Die Lieferengpässe auf deutschen Baustellen sind so groß wie selten.

Die Immobilienbranche warnt bereits vor einem Ende des Baubooms. Der Wohnungsneubau breche massiv ein, teilte der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) jüngst zu einer Umfrage unter seinen rund 1600 Mitgliedern mit. Die meisten Unternehmen stellten ihre geplanten Projekte zurück oder hätten sie bereits aufgegeben.

Von Januar bis Juli ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 16,1 Prozent auf 48.613 zurück. „Hier ist allerdings der Basiseffekt infolge des Auslaufens des Baukindergeldes im Vorjahr zu berücksichtigen“, betonten die Statistiker. Bei den Zweifamilienhäusern blieb die Zahl genehmigter Wohnungen mit 19.100 nahezu konstant, bei Mehrfamilienhäusern stieg sie um 7,1 Prozent auf 116.096.

rtr
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