Märkte-Insight: Im Bann der Bondrenditen: Warum am Aktienmarkt keine Ruhe einkehrt
Kühl, rational, berechenbar und mit einem klaren Trend. So sollte es an der Börse idealerweise zugehen. Im Moment sehen wir genau das Gegenteil. Die Kurse wechseln ständig die Richtung, weil Anlegerinnen und Anleger hektisch ein- und wieder aussteigen: Niemand will fehlen, wenn es wieder aufwärtsgeht, gleichzeitig will niemand dabei sein, wenn es weiter abwärtsgeht.
Dass der deutsche Leitindex Dax trotz aller Hektik und Unsicherheit die vergangene Woche mit einem Plus von 2,4 Prozent abgeschlossen hat, ist ein erfreuliches Zeichen der Stabilität. Es war der dritte Wochengewinn in Folge. Dabei eroberte das Börsenbarometer auch die Marke von 12.600 Punkten zurück. Ein Zeichen der Entwarnung ist das aber noch lange nicht.
Auch in der neuen Woche wird die Unsicherheit die Märkte dominieren. Die entscheidende Frage, ob der Aktienmarkt seine tiefsten Kurse schon gesehen hat oder ob sie noch bevorstehen, ist noch immer nicht beantwortet.
Frühindikatoren für die Konjunktur wie Einkaufsmanager-Indizes, Großereignisse wie der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) oder die deutschen Inflationszahlen werden für eine lebhafte Börsenwoche sorgen. Dazu kommt die Quartalssaison der Unternehmen, die ebenfalls das Potenzial hat, die Kurse kräftig in Bewegung zu bringen.