Wahlen in der Türkei: Wie Erdogan und sein Herausforderer in Deutschland um Stimmen werben
Bei der Präsidentschaftswahl 2018 holte Erdogan laut YSK unter den Wählern hierzulande 64,8 Prozent der Stimmen.
Foto: APIstanbul. In der Türkei wird am 14. Mai gewählt, Türkinnen und Türken im Ausland dürfen allerdings schon jetzt an die Wahlurnen – und mitentscheiden, ob Staatschef Recep Tayyip Erdogan abgewählt wird oder fünf weitere Jahre regieren darf. Die mehreren Millionen Menschen starke türkische Diaspora ist wichtiger denn je. Das weiß auch die türkische Opposition, die Staatschef Erdogan ablösen will – und bemüht sich in diesem Jahr besonders um ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger im Ausland.
Seit 2014 dürfen auch außerhalb der Türkei lebende Türken an Wahlen teilnehmen. Weltweit sind gut drei Millionen Menschen in 75 verschiedenen Ländern laut türkischer Wahlbehörde (YSK) wahlberechtigt, die meisten davon leben in Europa, den USA und dem Nahen Osten. Fast die Hälfte lebt laut Statistischem Bundesamt in Deutschland. Für die Wahl gelten alle Personen als wahlberechtigt, die einen türkischen Pass besitzen und älter als 18 Jahre alt sind.
Die oppositionelle CHP organisiert Bustransfers in eines der bundesweit 13 genehmigten Wahllokale in Deutschland. In Duisburg haben Sympathisanten der kurdisch geprägten HDP sogar ein Geschäft angemietet und bieten von dort Transfers zu den Konsulaten in Essen oder Düsseldorf an, wo Registrierte wählen können.