1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Energie
  4. Start-up: Wie das grüne Einhorn Enpal mit Solarenergie Gewinne schreibt

Start-upWie das grüne Einhorn Enpal mit Solarenergie Gewinne schreibt

In der Energiekrise wollen immer mehr Bürger eine Solaranlage auf dem eigenen Dach. Das beschert dem Start-up mit Milliardenbewertung jetzt gute Zahlen.Lina Knees 20.07.2023 - 09:44 Uhr Artikel anhören

Das deutsche Solar Start-up Enpal meldet einen Gewinn für das vergangene Geschäftsjahr.

Foto: Enpal

Düsseldorf. Das Solar-Start-up Enpal profitiert vom Boom der erneuerbaren Energien und hat im abgelaufenen Jahr operativ erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Das Unternehmen verbuchte nach Angaben von Mittwoch 2022 ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda) von 23 Millionen Euro nach einem Verlust von 27,7 Millionen im Vorjahr. Der Umsatz vervierfachte sich von 110 Millionen auf 415 Millionen Euro.

„Mit diesem Ergebnis haben wir unsere strategischen und finanziellen Ziele übertroffen“, erklärte Finanzvorstand Jochen Cassel.

Enpal vermietet Solaranlagen und Batterien an Privatkunden. Am Ende einer Mietlaufzeit von 20 Jahren können Kunden die von Enpal installierte Anlage gegen einen kleinen Betrag übernehmen. Anders als etwa in den USA sind solche Leasing-Modelle in Deutschland aber noch selten.

Insgesamt hat sich das Unternehmen als Ziel gesetzt, bis 2030 eine Million Solaranlagen zu installieren. Der Weg dahin ist trotz der jüngsten Erfolgsmeldung aber noch weit: Aktuell verzeichnet das Unternehmen 45.000 installierte Anlagen. Allerdings kamen 2022 18.000 Neukunden dazu, ein deutliches Wachstum gegenüber 10.000 im Vorjahr.

Start-up Enpal ist Deutschlands erstes grünes Einhorn

Enpal ist Teil einer Branche, die stark ausbaut. Bis 2030 sollen nach Plänen von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen. Photovoltaikanlagen auf Dächern sollen Standard werden.

Hinzu kommen die Nachwirkungen der Energiekrise. Eigentümer wünschen sich spätestens seit letztem Jahr stabilere Energiekosten. Auch hier werden im Privatbereich verstärkt Anlagen für den Hauseinbau nachgefragt.

Der Bundesverband Solarwirtschaft teilte einen Zuwachs von 146 Prozent im ersten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit. 159.000 Photovoltaikanlagen auf Dächern von Privathaushalten gingen in dieser Zeit in Betrieb.

Das 2017 gegründete Start-up stieg 2021 zum ersten grünen Einhorn Deutschlands auf. So werden Unternehmen mit einem Unternehmenswert von mehr als einer Milliarde bezeichnet. Anfang des Jahres konnte Enpal seine Bewertung auf 2,25 Milliarden Euro verdoppeln in einer von Finanzierungsrunde an der sich US-Finanzinvestor TPG sowie der japanische Investmentriese Softbank beteiligten.

Solarenergie: Auch andere grüne-Start-ups profitieren

Den nun erzielten Gewinn führt Cassel auf Investitionen in das Produktportfolio zurück. Enpal vermietet nicht mehr nur Solaranlagen, sondern bietet Pakete mit Batteriespeichern und Ladesäulen für Elektroautos an. Kunden entscheiden sich meist für eine Kombination aus Anlage und Batteriespeicher. Immer häufiger werden auch Ladesäulen, die mit der Photovoltaikanlage verbunden sind, gekauft.

Verwandte Themen
Deutschland
Softbank

Erstpublikation: 19.07.2023, 08:00 Uhr (zuletzt aktualisiert: 19.07.2023, 09:20 Uhr).

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt