Anleihen: Diese soliden Unternehmen bieten hohe Zinsen
Rendite made in Germany: Anleihen von Unternehmen bieten wieder ordentliche Zinsen.
Foto: Imago (2), Dpa (2), FreseniusFrankfurt. Die Stimmung an den Märkten wird schlechter. Ängste vor einer sich weiter abschwächenden Wirtschaft und länger anhaltenden hohen Zinsen machen Aktien und Anleihen zu schaffen. An beiden Märkten sind die Kurse zuletzt gefallen.
Trotz aller Unsicherheit haben Unternehmen aber keine Schwierigkeiten, Investoren für neue Anleihen zu finden. Seit Januar haben sich Konzerne mit ordentlicher Bonität nach Berechnungen der Société Générale über neue Anleihen 236 Milliarden Euro bei Investoren geliehen. Das ist schon fast so viel wie im gesamten Vorjahr.
Was Investorinnen und Investoren lockt, sind die hohen Zinsen. Kupons von 3,5 bis 4,5 Prozent sind für Anleihen von soliden Unternehmen inzwischen normal. Die meisten Firmenbonds richten sich mit Mindestanlagesummen von 100.000 Euro zwar nur an institutionelle Anleger. Doch es gibt zumindest einige große deutsche Unternehmen, die ihre Zinspapiere mit Stückelungen in 1000 Euro auch Privatanlegern anbieten. Was Anleger über Anleihen und die „Rendite made in Germany“ wissen sollten.
So funktioniert Rendite bei Anleihen
Dass die Unternehmen für ihre Anleihen jetzt wieder ansehnliche Zinsen bieten müssen, liegt vor allem an der Zinswende der Notenbanken. Wenn Notenbanken die Zinsen erhöhen, müssen auch Staaten und Unternehmen neue Anleihen mit höheren Zinskupons ausstatten. Das sorgt dafür, dass schon länger ausstehende Anleihen mit niedrigeren Zinsscheinen unattraktiv werden.