Immobilien-Blick: Sinkende Kaufpreise in Metropolen – trotzdem bleibt es teuer
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Foto: HandelsblattDie Nachfrage ist eingebrochen, und die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Bestand sind 2023 fast überall in Deutschland gesunken. In sechs der sieben größten Metropolen und in vielen ländlichen Regionen fiel der Preisabschlag sogar zweistellig aus. Trotzdem bleibt das Preisniveau gerade in den begehrten Wohnungsmärkten hoch, zeigt der Postbank Wohnatlas.
Dafür wertet das Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) einmal im Jahr die Immobilienpreisentwicklung in 400 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten aus. Die 2023 vielerorts deutlich gesunkenen Kaufpreise seien „eine Folge von steigenden Zinsen, unsicheren Rahmenbedingungen bezüglich Förderungen, fallenden Reallöhnen und höheren Kosten für Lebenshaltung, Bau und Renovierungen“, sagt Manuel Beermann, Leiter Produktmanagement Immobilien bei der Postbank.
Die Experten der Postbank gehen allerdings nur von einer Preisdelle aus, „auf die wieder erhöhte Kaufpreise für Wohnimmobilien folgen“, sagt Beermann. Deshalb könne sich jetzt eine Investition lohnen.
Ob sich die Finanzierung einer Immobilie tatsächlich rechnet, hängt laut Beermann von der Finanzkraft des Käufers oder der Käuferin und der Lage des Objekts ab. Neben Lage und Ausstattung der Immobilie hat bei der Preisfindung auch der energetische Zustand einer Immobilie einen immer größeren Einfluss auf den Kaufpreis: Deutliche Abschläge zeigt eine Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft vor allem bei Immobilien mit niedrigen Energieeffizienzklassen. Denn hier müssen Käufer in den kommenden Jahren mit zusätzlichen Kosten für Sanierungsmaßnahmen rechnen.