Energie & Klima: Vielen Eigentümern fehlen noch Daten für den Klimafahrplan
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Foto: HandelsblattOb der Gebäudesektor bis 2045 klimaneutral wird, hängt vor allem von den Bestandsimmobilien ab. Sind die ausreichend energetisch saniert, sinkt der CO2-Ausstoß des Gebäudesektors signifikant. Das gilt nicht nur für die knapp 20 Millionen Wohngebäude in Deutschland, sondern auch für alle übrigen – von Büros über Lagerhallen bis zu Handelsimmobilien.
Doch viele Eigentümer scheinen die ESG-Performance ihrer Gebäude nicht genau zu kennen. Ihnen fehlen also letztlich Daten darüber, wie hoch der aktuelle CO2-Ausstoß ihrer Gebäude ist und welche Maßnahmen nötig sind, um den Bestand bis 2045 klimaneutral zu betreiben.
Das zeigt eine vom Finanzdienstleister Universal Investment in Auftrag gegebene Umfrage unter 31 institutionellen Investoren. Knapp 31 Prozent der befragten Firmen haben die ESG-Performance ihres Immobilienportfolios noch nicht ermittelt. 62 Prozent liegen zwar Daten dazu vor, müssen aber noch weitere evaluieren. Nur knapp acht Prozent der Investoren haben nahezu alle relevanten ESG-Daten wie den Energieverbrauch erhoben.
Dass ein so großer Anteil von Firmen noch damit beschäftigt ist, ESG-Daten zu erheben, überrascht Axel Vespermann, Head of Real Estate bei Universal Investment: „Für eine erfolgreiche energetische Transformation von Bestandsgebäuden ist eine verlässliche Datengrundlage der entscheidende erste Schritt.“ Sie helfe, Risiken im Portfolio einzuschätzen und langfristig unverkäufliche Objekte zu vermeiden.