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Buchtipps 2020 Das sind die besten Bücher des Jahres

Vom preisgekrönten Wirtschaftsbuch bis zu den besten Biografien – Handelsblatt-Redaktion und -Leser präsentieren Bestseller und Klassiker.
12.12.2020 - 11:21 Uhr Kommentieren
Quelle: Birgit Schössow für Handelsblatt
(Foto: Birgit Schössow für Handelsblatt)

Düsseldorf Draußen ist es kälter geworden und wegen Corona sollte man ohnehin seine Kontakte reduzieren: gleich zwei gute Gründe, zu Hause zu bleiben. Das schafft Gelegenheit, mal wieder ein oder gleich mehrere Bücher zu lesen.

Die Handelsblatt-Redaktion hat zusammen mit Lesern 16 Titel ausgewählt, die Sie Ihrer Leseliste hinzufügen sollten. Vom Bestseller über das Wirtschaftssachbuch und den Podcast ist für jeden etwas dabei.

Preisträger: Ökonomie, die hilft

Abhijit V. Banerjee, Esther Duflo: Gute Ökonomie für harte Zeiten. Sechs Überlebensfragen und wie wir sie besser lösen können.
Penguin
München 2020
560 Seiten
26 Euro

Ökonomie, so wie bislang meist betrieben, ist etwas für Mathematiker. Die Welt ist hier ein Modell mit Formeln und Annahmen, und am Ende kann alles schön ins Gleichgewicht kommen. Diese hohe Warte haben die Wirtschaftsnobelpreisträger Abhijit V. Banerjee und Esther Duflo verlassen. Das Ehepaar geht den anderen Weg: schauen, was los ist auf der Welt, vor allen in ärmeren Ländern, und dann aus der Empirie heraus Theorien entwickeln.

Wenn man so will: induziert statt deduziert, „Bottom-up“ statt „Top-down“. So schrieben sie 2011 den Bestseller „Poor Economics“; ihr Nachfolgeband „Gute Ökonomie für harte Zeiten“ ist noch stärker dem Ehrgeiz konkreter Lebenshilfe verpflichtet. Eine Idee im Handelsblatt-Wirtschaftsbuch des Jahres 2020 ist ein bedingungsloses Grundeinkommen in wirtschaftlich abgehängten Staaten, selbst um den Preis von Ineffizienzen.

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    Es geht ja um den Menschen. Für Banerjee und Duflo ist die windschiefe Einkommens- und Vermögensverteilung auf der Welt das Hauptproblem, und sie bauen darauf, dass die Reichen das am Ende selbst erkennen und so sozialen Unfrieden vermeiden. Ohne eine bewusste Transferpolitik des Staates aber wird es nicht gehen. Höhere Steuern für Reiche!

    Die beiden Volkswirte, die am MIT in Cambridge, Massachusetts, und an der Universität von Paris arbeiten, machen ihre Vorschläge erkennbar mit einem Ziel: dass eine aus der Kontrolle geratene Globalisierung nicht noch mehr Regierungschefs à la Donald Trump oder Jair Bolsonaro produziert.

    Auch deshalb formulieren sie: „Make Economics Great Again“ und schreiben diesen wunderschönen letzten Satz, den man gar nicht oft genug zitieren kann: „Die Ökonomie ist zu wichtig, als dass man sie den Ökonomen überlassen dürfte.“ Hans-Jürgen Jakobs

    Longseller: Der „Ironman“ von Grünheide

    Ashlee Vance: Elon Musk.
    FBV
    München 2015
    348 Seiten
    19,99 Euro

    Alles an diesem Mann ist außerordentlich: seine Ideen, sein Leben, seine Projekte, sein Vermögen — seit November ist er nach Amazon-Gründer Jeff Bezos der zweitreichste Mann der Welt. Außerordentlich ist auch seine Biografie. Das Buch heißt schlicht „Elon Musk“ und ist in Deutschland 2015 erschienen.

    Seitdem ist es durchgehend in den Bestsellerlisten präsent, auch in der des Handelsblatts. Das schafft kein anderes Wirtschaftsbuch, das ist ein wahrer Longseller. 150.000 Exemplare wurden verkauft, heißt es beim Verlag, mittlerweile ist die 21. Auflage gedruckt.

    Der Journalist Ashlee Vance hat lange gebraucht, bis er das Vertrauen Musks hatte. Dann aber folgten 30 Stunden Interviews, geführt in den Fabrikationshallen von SpaceX, bei Musk zu Hause und im Restaurant, aus denen eine spannend zu lesende Lebensgeschichte mit vielen Details zur Persönlichkeit des Unternehmers geworden ist. Von der schwierigen Kindheit in Südafrika über das erste Scheitern in den USA geht die Geschichte bis zum Erfolg der „Ein-Mann-Wagniskapitalfirma“, wie Vance Musks Werk nennt.

    Nur: Das war alles vor Grünheide, bevor der Tesla-Gründer Anfang des Jahres nach Deutschland kam und seine Gigafactory vor den Toren von Berlin zu bauen begann. Kein Wunder, dass das Interesse an ihm jetzt neu gestiegen ist. Je mehr man über den Werdegang von Musk weiß, der im nächsten Jahr 50 wird, umso besser kann man seine Pläne einschätzen.

    Gerade erst kündigte er an, dass er das künftige Werk des Elektroautoherstellers auch zur weltgrößten Batteriefabrik machen will. Der Originaltitel der Biografie ist „Iron Man“ und der Untertitel „Wie Elon Musk die Welt verändert“. Jetzt müsste sie mindestens ein neues Kapitel dazubekommen. In Grünheide wurde Musk wie ein Popstar empfangen. Regina Krieger

    Autobiografie: Tagebuch eines Chefredakteurs

    Lionel Barber: The Powerful and the Damned.
    WH Allen
    London 2020
    348 Seiten
    29 Euro

    Als Lionel Barber 2005 die Chefredaktion der britischen „Financial Times“ (FT) übernahm, war das Blatt in einem schlechten Zustand: Seit Jahren machte die Wirtschaftszeitung Verluste, die Reichweite sank – und die Redaktion hatte ein Qualitätsproblem.

    So lautet die nüchterne Analyse des Chefredakteurs zu Beginn seiner Amtszeit, mit der sein höchst lesenswertes Buch beginnt. In „The Powerful and the Damned: Private Diaries in Turbulent Times“ beschreibt Barber, wie er die „FT“ in den Jahren danach transformierte, die Digitalisierung der Redaktion organisierte, ein neues Geschäftsmodell etablierte und neue Standards für Recherche und investigativen Journalismus setzte.

    Die Zeit für diese Aufgabe konnte kaum spannender sein: Die Weltwirtschaft hatte sich gerade erholt, da wurden schon erste Anzeichen der globalen Finanzkrise sichtbar. Barber beschreibt die Entwicklungen und analysiert, wie die Wirtschaftselite darauf reagierte.

    Er schreibt über seine Interviews mit Barack Obama, Angela Merkel oder Wladimir Putin, seine Begegnungen mit praktisch allen CEOs internationaler Konzerne und mit milliardenschweren Investoren. Dabei gibt er einen seltenen Einblick in die Gedankenwelt der Mächtigen.

    Bei alledem hat sich Barber aber nie als Teil dieser Machtelite begriffen, sondern ist immer Journalist geblieben: ein scharfsinniger Beobachter, der sich mit keiner Sache gemeinmacht. 2020, als er die Chefredaktion abgab, war die „FT“ eine News-Organisation, deren weltweite Bedeutung deutlich zugenommen hatte. Die Redaktion wurde für ihren Journalismus mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und hatte über eine Million zahlende Leser gewonnen – 2005 waren es noch halb so viele. Sebastian Matthes

    Belletristik: Heldin ihrer Zeit

    Anne Weber: Annette, ein Heldinnenepos.
    Matthes & Seitz
    Berlin 2020
    208 Seiten
    22 Euro

    In der Antike war ein Epos eine eindeutig männliche Angelegenheit. Sie waren die Helden. Warum aber sollen in Zeiten der Diversität nicht auch Frauen zentral in solchen Stücken wirken? Und überhaupt: Warum schreibt eigentlich niemand mehr Epen?

    Das alles dachte sich die in Paris lebende Autorin und Übersetzerin Anne Weber – und dichtete ein beeindruckendes Werk rund um Anne Beaumanoir, eine 97-jährige Französin, und ihr wechselvolles Leben. Sie war in der Résistance, rettete jüdischen Kindern das Leben, kümmerte sich nach dem Zweiten Weltkrieg als Ehefrau und Mutter in Marseille um ihre Familie, arbeitete als Ärztin und Neurophysiologin und kämpfte schließlich in den frühen 1960er-Jahren mit der algerischen Unabhängigkeitsbewegung.

    Verhaftung, Flucht, Rückkehr nach Frankreich, alles andere als ein „bürgerliches Leben“ breitet sich da aus. „Sie glaubt nicht an Gott, aber er an sie“, schreibt Weber, „falls es ihn gibt, so hat er sie gemacht.“ Die Autorin hat ihre Heldin mehrmals getroffen und auch deren Autobiografie „Wir wollten das Leben ändern“ genutzt.

    Und so bereitet sie in einem Zeitalter, das nur „postmoderne Helden“ kennt, die Bühne für eine Frau, die immer wusste, wofür es sich einzusetzen lohnt. Die sich ein Stückchen Illusion bewahrte. Man braucht etwas für den ungewohnten Rhythmus eines Epos, aber nach einiger Zeit erschließt sich die Schönheit der Sprache. Große Literatur über eine Streiterin gegen Ungerechtigkeit.

    Für „Annette, ein Heldinnenepos“, diese Erzählung in Versform, erhielt Anne Weber den Deutschen Buchpreis 2020. Madame Beaumanoir übrigens will sich in der literarischen Figur nicht wiedererkennen, aber das spielt bei einem Roman keine Rolle. Hans-Jürgen Jakobs

    Obama: Ein brillanter Storyteller

    Barack Obama: Ein verheißenes Land.
    Penguin
    München 2020
    1024 Seiten
    42 Euro

    Barack Obama weiß, wie man Menschen in den Bann schlägt. Vor allem diesem Talent verdankt er seinen beispiellosen politischen Aufstieg. Und dieser erzählerischen Kraft bleibt er auch im ersten Band seiner Memoiren treu. Unter dem Titel „Ein verheißenes Land“ schildert er seine Jugend auf Hawaii, seinen Aufstieg in die Politik und seine erste Amtszeit als Präsident als eine Heldenreise voller Zweifel und Rückschläge.

    Besonders eindringlich sein Trip zum demokratischen Nominierungsparteitag im Jahr 2000: Obama ist mit seiner Bewerbung für einen Sitz im Repräsentantenhaus gescheitert und überlegt ernsthaft, aus der Politik auszusteigen. Er ist so pleite, dass der Mietwagenschalter am Flughafen seine Kreditkarte ablehnt. Am Ende lässt man ihn nicht einmal in die Parteitagshalle.

    Nur acht Jahre später wird Obama auf ebendiesem Parteitag selbst zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten nominiert – und zieht als erster Schwarzer ins Weiße Haus ein. Dass es ihm als Präsident dann leider nicht gelingt, die Amerikaner miteinander zu versöhnen, dass er als schwarzer Präsident eine Provokation für viele rechte US-Bürger blieb: Das steht auf einem anderen Blatt.

    Stilistisch spielt Obama mit Kontrasten. So schildert er Passagen seines Lebens nur in groben Umrissen, um dann Schlüsselszenen umso detailreicher hervortreten zu lassen. Seinen legendären Wahlkampfauftritt vor der Berliner Siegessäule hakt er in einem einzigen Satz ab.

    Dafür schildert Obama bis ins kleinste amüsante Detail, wie er, der niemals eine Uniform getragen hat, nach seiner Wahl eine besondere Lektion erhält: Ein militärischer Berater bringt Obama das korrekte Salutieren bei. Denn mit kaum etwas kann sich ein US-Präsident schneller ins Aus katapultieren als mit dem Ruch, er bringe Soldaten nicht den nötigen Respekt entgegen. Christian Rickens

    Management: Nur Top-Leute bei Netflix

    Reed Hastings: Keine Regeln. Warum Netflix so erfolgreich ist.
    Econ
    Berlin 2020
    400 Seiten
    26 Euro

    Der Name soll Programm sein: „Keine Regeln“ heißt das Buch von Reed Hastings, Gründer und CEO des US-Streamingdienstes Netflix. Darin beschreibt der 60-Jährige seine Firmenkultur, mit der er seine Mitarbeiter motiviert. Es ist eine Kultur, die Menschen fördert, aber auch gnadenlos aussortiert.

    Ganz ohne Regeln geht es jedoch auch in dem 20-Milliarden-Unternehmen nicht zu. Hastings beschreibt nicht nur die Mechanismen seiner Firma, sondern gibt auch Einblick in seinen Werdegang. Seine Misserfolge, seine erste Firma, die er schnell verkaufte, seine Ehekrise – Hastings will sich offenbaren.

    Damit das Buch nicht zu rührselig wird, hat Hastings eine Co-Autorin geholt: Die Management-Professorin Erin Meyer wechselt sich mit dem Firmengründer ab, reflektiert seine Aussagen und gibt wissenschaftliche Erkenntnisse dazu. Das gibt dem Buch eine gute Portion Seriosität. Die Nicht-Regeln von Netflix sind schnell erzählt.

    Hastings will nur Top-Leute und sortiert leistungsschwächere Menschen aus. Dadurch sei die Motivation in der Belegschaft hoch, meint er. Die Leistungsträger würden keine Vorgaben für Spesen, Arbeitszeiten oder Urlaubstage brauchen. Wer motiviert sei, könne dies selbst entscheiden. Dafür zahlt er Spitzengehälter. „Führen durch Kontext statt durch Kontrolle“ nennt er das.

    Er zitiert Antoine de Saint-Exupéry: „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben, und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ Hastings setzt das so um: Einmal im Jahr spricht er mit jedem seiner rund 500 Direktoren, jeweils eine halbe Stunde. Dann gibt es den großen Netflix-Kontext. Catrin Bialek

    Kunst: Der König der Pop Art

    Blake Gopnik: Warhol. Ein Leben als Kunst.
    C. Bertelsmann
    München 2020
    1224 Seiten
    48 Euro

    Andy Warhol ist der König der Pop-Art. Geboren wurde er 1928 als Andrew Warhola, Sohn armer Einwanderer aus den Karpaten in Pittsburgh. Er arbeitete als Illustrator, bevor er die New Yorker Kunstszene ab 1962 aufrüttelte: Siebdruck statt Handschrift des Malers, Alltagsobjekte wie die Dosen „Campbell Soup“ statt hochtrabender Inhalte, Kunst für jedermann und eine Factory für Arbeit, Leben, Glamour und wilde Partys.

    Er starb 1987 nach einer Gallenblasenoperation. Für die neue Biografie „Warhol. Ein Leben als Kunst“ hat der amerikanische Kunstkritiker Blake Gopnik acht Jahre lang über 260 Wegbegleiterinnen, Liebhaber, Freunde, Galeristen und Sammlerinnen befragt und rund 100.000 Briefe und Tagebuchnotizen aus dem Nachlass ausgewertet.

    Die Details im Kampf um einen Platz in angesagten Galerien, gegen die damals vorherrschende Kunst der Abstraktion und die steten Selbstzweifel wegen der narbig hellen Haut füllen 1226 Seiten auf Bibeldruckpapier. Wem das zu viel scheint, findet dank minutiöser Gliederung und Personenregister gleichwohl anregende Lektüre selbst im Ausschnitt. Und erweitert spontan den Suchradius, denn Gopnik kann mitreißend erzählen.

    Die vielen ästhetischen Errungenschaften von Warhol stellt er lässig in einen größeren kulturhistorischen Zusammenhang. So liest sich Zeitgeschichte spannend. Schade dass viele Zeitzeugen nicht namentlich genannt werden.

    Warhol ist bei Gopnik einerseits ein durch frühe Krankheit verunsicherter Mann, Zeit seines Lebens abhängig von seiner Mutter. Andererseits ist er ein selbstbewusster Schwuler zu einer Zeit, als darüber nur getuschelt werden durfte. Als wichtigsten und einflussreichsten Künstler rückt Gopnik Warhol neben Picasso und Rembrandt. Susanne Schreiber

    Podcast: Motivation für Frauen

    Geld und Finanzen gehen jeden etwas an, Frauen wie auch Männer, junge wie auch ältere Menschen. Doch nicht immer sind in den Medien verschiedenste (Finanz-)Realitäten gleichermaßen repräsentiert. Im „Schwungmasse – der Finanzheldinnen-Podcast“ erzählen Mitarbeiterinnen der Comdirect Bank und Mitglieder der Finanzheldinnen seit Oktober 2018 berufliche und finanzielle Erfolgsgeschichten aus der Frauenperspektive.

    Denn obwohl in Dax-Unternehmen immer noch kaum Frauen in den höchsten Positionen vertreten sind, gibt es unzählige Chefinnen, Unternehmerinnen, Investorinnen oder Sportlerinnen, die durch ihre spannende Karrieregeschichte inspirieren.

    Die Finanzheldinnen sind eine Initiative für Frauen, sich mit dem Thema Geld, Finanzen und Karriere auseinanderzusetzen und zu unterstützen. Es geht um Tipps zum Thema Anlegen und Sparen, Gründen und Selbstständigkeit, Digitalisierung oder Immobilien mit Experten und -innen aus der Wirtschaft.

    Die Geschichten sind wegen der freundschaftlichen und lockeren Atmosphäre im Gespräch sehr leicht mitzuverfolgen. Zu Gast waren dieses Jahr Moderatorin und Unternehmerin Tijen Onaran und Carmen Maria Parrino von der Geschäftsführung des Deutsche Bahn Vertriebs.

    Wer sich also weder durch Bücher noch durch Gespräche mit erfolgreichen Freunden für Finanzen begeistern kann, schafft es vermutlich spätestens nach der zweiten Folge des Podcasts. Trockene Themen zum Arbeitsleben und Vermögensaufbau untermalen die Gesprächspartnerinnen der Finanzheldinnen mit persönlichen Erfahrungen und Motivationen. Klingt wie gemacht für dieses Jahr. Gerade 2020 kann es an optimistischen Tipps kaum zu viele geben. Melanie Raidl

    Klassiker: Führung als Handwerk

    Fredmund Malik: Führen, Leisten, Leben.
    Campus
    Frankfurt 2019
    446 Seiten
    32 Euro

    Manche Werke verlieren nicht an Aktualität. So ist das auch mit Fredmund Maliks Managementklassiker „Führen, Leisten, Leben“. Nach der Ersterscheinung vor 20 Jahren hat sich das Buch als Standardwerk etabliert, aus den Bibliotheken der Wirtschaftsfakultäten und Entscheiderbüros ist es nicht mehr wegzudenken.

    Und das zu Recht: In seiner Analyse demontiert Malik das Bild des stets geschäftigen und gestressten Managers und entwirft ein Gegenmodell. Seine Hauptthese: Führung sei ein Handwerk, das jeder lernen könne, man müsse dazu lediglich ein paar Grundsätze und Werkzeuge beherrschen. Dabei komme es weniger auf bestimmte Charaktereigenschaften als vielmehr auf die eigene Wirksamkeit an.

    Manager müssen sich laut Malik hauptsächlich auf fünf Aufgaben konzentrieren. Erstens: Ziele für die großen Vorhaben klar definieren. Zweitens: effizient organisieren, also etwa auf Meetings mit zu vielen Teilnehmern verzichten. Drittens: wenige, dafür aber bedachte Entscheidungen treffen. Viertens: Stichprobenartige Kontrollen der Mitarbeiter sollten ausreichen. Fünftens: Die Angestellten mit fordernden Aufgaben fördern. Und das mit einem Ziel: „Management ist der Beruf des Resultate-Erzielens oder Resultate-Erwirkens“, schreibt Malik.

    Solche Tugenden sind in der Krise aktueller denn je, findet auch Oliver Zipse. „Führen, Leisten, Leben“ steht auf der Empfehlungsliste des BMW-Chefs ganz oben, sagte er dem Handelsblatt: „Professionalität im Management kommt vor dem Hintergrund immer neuer Paradigmen, Versprechungen und gleichzeitig ungeahnter technologischer Möglichkeiten eine fundamentale Bedeutung zu“, so Zipse. Malik ist Titularprofessor für Unternehmensführung an der Universität St. Gallen. Der 76-Jährige hat sich als Berater für Top-Führungskräfte einen Namen gemacht. Michael Scheppe

    Bestseller: Die Welt, wie sie sein sollte

    Maja Göpel: Unsere Welt neu denken.
    Ullstein
    Berlin 2019
    208 Seiten
    17,99 Euro

    Manchmal braucht es nicht viel, um mit dem, was man schon immer gemacht hat, bekannt zu werden. Ein im Ton gepflegter Unterhaltung geschriebenes Buch zum Beispiel, als „Einladung“ formuliert. Eine Einladung, nachzudenken, was schiefläuft auf einem Planeten, der mal viel zu groß war für die Menschen, inzwischen aber nicht mehr ausreicht.

    Maja Göpel ist mit „Unsere Welt neu denken“ das Überraschungsbuch des Jahres geglückt, es ist auch eine kundige Expedition in die Literatur unserer Vordenker Adam Smith, David Ricardo und Charles Darwin, die aus ihrer Sicht kein Rüstzeug mehr für eine kontaminierte Erde liefern.

    Göpel ist, wenn man so will, „Überzeugungstäterin“, aufgewachsen auf einem ökosozialen Bauernhof bei Bielefeld, Reformschule, ein Leben und eine wissenschaftliche Karriere für mehr Nachhaltigkeit. Wer Brainfood braucht für Pläne, Wirtschaft und Gesellschaft ökologisch – also lebenssichernd – auszusteuern, wird bei der Politökonomin fündig, der Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen.

    Für ihre „Einladung“ gibt Robert Kennedy den Ton vor: „Das Bruttoinlandsprodukt misst alles außer dem, was das Leben lebenswert macht.“ Preise bilden nicht den Wert ab, Reichtum ist höchst ungleich verteilt. Ein neuer Gesellschaftsvertrag für hohe Lebensqualität bei niedrigem ökologischem Fußabdruck sei deshalb nötig, so Göpel. Ökologische Fragen sind hier soziale Fragen.

    Zur Gegenwart schreibt sie: „Die einen wollen die Welt retten, die anderen ins Büro.“ Beim Lesen des Buchs denkt man irgendwann, dass hier ein Rollentausch ganz guttäte. Denn: „Zukunft ist nichts, was vom Himmel fällt.“ Noch so ein Göpel-Einladungssatz. Hans-Jürgen Jakobs

    Leserfavorit 1: Warnung vor Stagnation

    Clemens Fuest: Wie wir unsere Wirtschaft retten. Der Weg aus der Corona-Krise.
    Aufbau Verlag
    Berlin 2020
    277 Seiten
    18 Euro

    Wir haben auch die Handelsblatt-Leser nach ihren Buchempfehlungen für dieses Jahr gefragt. Sie haben bei Instagram und bei LinkedIn geantwortet und ihren Favoriten genannt. Für zwei Wirtschaftsbücher wurde am meisten votiert, und beide haben mit dem aktuellsten Problem zu tun: den ökonomischen Folgen der Pandemie.

    Der Chef des Ifo-Instituts Clemens Fuest beschreibt in seinem Buch „Wie wir unsere Wirtschaft retten“ einen Ausweg aus der Krise. Wie schafft es der Sozialstaat, neue Ungleichheiten zu bekämpfen, die durch die Coronakrise immer stärker in den Vordergrund treten, fragt er.

    Das Buch war eines der Finalisten für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2020. Ohne Zweifel bewegt sich die Wirtschaftspolitik im Modus des Vortastens, Wissenschaftler wie Fuest sprechen von „Versuch und Irrtum“.

    Doch all die Unsicherheit und Ungewissheit könne „die Politik doch nicht davon abhalten, aktiv zu werden“, hieß es in der Handelsblatt-Rezension. Und weiter: „Der Staat greift massiv ins Wirtschaftsgeschehen ein und verschuldet sich in einem Maße und einer Geschwindigkeit, wie es bislang allenfalls in Kriegszeiten zu sehen war.“ Deshalb argumentiert Fuest, dass wir zumindest eine Orientierung brauchen.

    Fuest ist Marktwirtschaftler durch und durch, doch er bestreitet nicht, dass der Staat die Rolle des Retters spielen muss. Nur wie er es macht, das ist das zentrale Thema dieses Buchs. Der Ifo-Chef rät, das Steuersystem wachstumsfreundlicher zu gestalten, die Digitalisierung voranzutreiben, die Globalisierung nicht aufzugeben und das Bildungssystem so zu reformieren, dass Chancengleichheit nicht nur in Sonntagsreden beschworen wird. Er warnt vor einer „Corona-Sklerose“ – einer wirtschaftlichen Stagnation als Folge der Pandemie.

    Leserfavorit 2: Überleben nach Corona

    Hans-Werner Sinn: Der Corona-Schock. Wie die Wirtschaft überlebt.
    Herder
    Freiburg 2020
    224 Seiten
    18 Euro

    Das zweite Wirtschaftsbuch, das die Handelsblatt-Leser bei Instagram und LinkedIn gewählt haben, kommt von einem der bekanntesten Ökonomen Deutschlands. Hans-Werner Sinn, lange Jahre Präsident des Münchener Ifo-Instituts, untersucht die ökonomischen Folgen der Pandemie. In seinem Buch „Der Corona-Schock“ geht es ihm darum, „wie die Wirtschaft überlebt“, so der Untertitel.

    Die Pandemie, die das ganze Jahr 2020 prägt, hat zu einer weltweit aufkommenden Rezession geführt und ist der tiefste Einbruch in Friedenszeiten seit der Weltwirtschaftskrise 2009. Sinn argumentiert, dass die Coronakrise aber auch die Chance berge, strukturelle Probleme in der EU aufzudecken.

    Man könne die Pandemie und den beispiellosen ökonomischen Crash überwinden und ihn dazu nutzen, längst fällige Strukturprobleme der europäischen Wirtschaft und des Geldwesens anzupacken. Nur so habe auch die europäische Idee, die im Augenblick gefährdet sei wie nie, eine Überlebenschance, schreibt der Ökonom und Bestsellerautor.

    Beispiel Euro-Krise: Die Probleme der europäischen Gemeinschaftswährung habe es schon vor der Pandemie gegeben. Jetzt aber könnten die den Einstieg in die Transferunion bedeuten. „Mich stören Begleitaspekte wie die Aufnahme gemeinsamer Schulden und die Finanzierung dieser Schulden durch die Druckerpresse der Europäischen Zentralbank“, sagte Sinn im Handelsblatt-Interview.

    Eine Schuldenunion führe unweigerlich dazu, dass die Teilnehmer sich stärker verschuldeten als sonst, weil sie sich darauf verließen, dass diese Schulden von der Gemeinschaft getragen würden. Sein Fazit: „Wenn die Epidemie vorbei ist und sich wieder Optimismus verbreitet, kann es zu einem weltweiten Konjunkturaufschwung kommen.“

    Krimi: Vorbild für Babylon Berlin

    Volker Kutscher: Olympia.
    Piper
    Frankfurt 2020
    544 Seiten
    24 Euro

    In Berlin wehen die Hakenkreuzbanner neben den weißen Olympiafahnen. Es ist der Sommer 1936, die Olympischen Spiele beginnen. Die Topstars, Jesse Owens und die anderen Leichtathleten aus den USA, haben gerade ihr Quartier bezogen.

    Da geschieht ein Mord an einem US-Funktionär, im Speisesaal der Amerikaner. Der Mann ist mit Digitalis im Essen vergiftet worden. Und natürlich will der Naziapparat die Meldung nicht nach außen dringen lassen, schließlich sind die Spiele die beste Propaganda für das Hitler-Regime. Also muss Kriminaloberkommissar Gereon Rath verdeckt ermitteln und sich mit Führungsoffizieren, SS-Schergen und Parteibonzen ärgern. Es bleibt nicht bei einem Toten.

    Auch „Olympia“, der achte Band aus der Reihe um Gereon Rath, im November erschienen, war schnell oben in der Bestsellerliste. Autor Volker Kutscher hat viele Fans. Er schafft es seit dem ersten Band „Der nasse Fisch“, der 2008 erschien, die Figur seines Kommissars mit allen Zweifeln und Brüchen so lebensnah zu schildern, wie das kaum einem Krimiautor gelingt.

    Und eigentlich gehen Kutschers Bücher weit über das übliche Strickmuster von Spannung und Mord hinaus. Er zeichnet perfekt recherchiert und detailliert ein Tableau Berlins in den 1930er-Jahren und lässt sich dafür Zeit. Abgehackte Szenen oder Dialoge gibt es bei ihm nicht. Dazu kommt seine wohltuend ausgefeilte, wunderbar zu lesende und niemals platte Sprache.

    Kein Wunder, dass die Reihe die Vorlage für die internationale TV-Serie „Babylon Berlin“ war. Doch dieser Band ist düsterer. Die goldenen Zeiten der Partys sind vorbei, das Hitler-Regime kontrolliert immer stärker den Alltag der Menschen, die Brutalität der SS-Schergen nimmt zu. Auch darüber schreibt Kutscher. Regina Krieger

    Report: Trumps Versagen

    Bob Woodward: Wut.
    Hanser
    München 2020
    550 Seiten
    24 Euro

    Bob Woodward ist einer der erfahrensten politischen US-Journalisten und hat die Trump-Präsidentschaft so nah begleitet wie kein anderer. Für sein Buch „Rage“, den Nachfolger des Bestsellers „Fear“ von 2018, enthüllte der 77-Jährige beeindruckend präzise Donald Trumps Versagen in der Pandemie.

    Woodward beschrieb in „Wut“, so der deutsche Titel, dass Trump die Öffentlichkeit bewusst über Risiken in die Irre führte. Demnach räumte Trump bereits im Februar ein, Covid-19 sei „tödlicher als die schlimmste Grippe“. Parallel spielte er bis in den Sommer hinein die Gefahr öffentlich herunter. Trump erkrankte selbst an Corona und inszenierte sich als „Superheld gegen das Virus“. Millionen Anhängern imponierte das. Zwar verlor er die Wahlen, er holte aber mehr Stimmen als jeder Präsident vor ihm.

    Woodwards Buch erschien im September, kurz vor den Wahlen – und Monate nach Ausbruch der Pandemie. Kommentatoren warfen ihm vor, er habe seine Auflage über das Interesse des Gemeinwohls gestellt. Er hätte die Pflicht gehabt, die Bürger früh zu informieren. Woodward dagegen betont, er habe sich in seiner fast 50-jährigen Karriere „nie hetzen lassen“. Ein gutes Buch brauche Quellen und Zeit.

    Vier Präsidentschaften begleitete Woodward, seine Recherchen zur Watergate-Affäre kosteten Richard Nixon in den Siebzigerjahren das Amt. Dass das Kapitel Trump noch lange nicht abgeschlossen ist, spürt man bei Reisen durchs Land. Vielerorts protestieren Trump-Anhänger gegen eine angeblich gestohlene Wahl. Auch Woodward lässt Trump nicht los. Er sitzt bereits an einem Buch über die letzten Tage der Trump-Präsidentschaft und dem Regierungswechsel unter Joe Biden. Annett Meiritz

    Zeitgeschichte: Kompass in Krisenzeiten

    Heinrich August Winkler: Wie wir wurden, was wir sind.
    C. H. Beck,
    München 2020
    255 Seiten
    22 Euro

    Er ist der Meister der langen Form: 4648 Seiten umfassen die vier Bände seiner „Geschichte des Westens“, ein internationaler Bestseller, der in der Antike beginnt. Der Historiker Heinrich August Winkler ist einer der wichtigsten Chronisten unserer Zeit.

    Er verbindet Geschichtsschreibung mit politikwissenschaftlicher Analyse und schreibt dazu auch noch sehr gut. Und er beherrscht auch die kurze Form. „Wie wir wurden, was wir sind“ ist ein 255-seitiges Kompendium, das dem großen Werk in nichts nachsteht.

    Winkler beginnt mit dem Reichsmythos des Mittelalters, beleuchtet die großen Zäsuren von 1848, 1918 und 1945, analysiert die Zeit des Nationalsozialismus, des Terrorismus, natürlich der Wiedervereinigung und verschönt nicht die Diskussion über die Einführung des Euros und die Probleme der Währungsunion. Höhepunkt dieser „kurzen Geschichte der Deutschen“ ist sein Schlusskapitel über die Pandemie.

    Es gelingt ihm, die schwierigste Herausforderung für einen Historiker zu bewältigen: die eigene Gegenwart zu analysieren. Zunächst liefert er eine nüchterne Corona-Chronik, deren Beginn in Wuhan schon heute, ein knappes Jahr später, unglaublich fern erscheint.

    Winkler hat genau beobachtet, was in der deutschen Gesellschaft in den folgenden Monaten geschehen ist und definiert eine nie zuvor da gewesene „Ungewissheit mit Blick auf die Zukunft“. Seit 1945 hätte es außerdem nicht solche rigorosen und umfassenden Beschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte gegeben.

    Zu einer neuen „Stunde null“ aber sei die Coronakrise nicht geworden, so Winklers Fazit. Zu hoffen sei, „dass die Erschütterungen des Jahres 2020 einer der größten Errungenschaften des letzten Dreivierteljahrhunderts, der Herausbildung einer selbstkritischen Geschichtskultur, keinen Abbruch tun kann“. Regina Krieger

    Hörbuch: Konzentration ist alles

    Cal Newport: Konzentriert arbeiten.
    Redline,
    München
    8 Std. 48 Min.
    Kostenlos bei Audible

    Die meisten Leute in einem Büro würden es gern tun, schaffen es aber nie: sich zu hundert Prozent auf die Arbeit zu konzentrieren und sich nicht ablenken zu lassen. Ständig rufen Kollegen oder die Familie an, das Team schreibt im Arbeitschat, und dann ist da auch noch der Freund, der auf Instagram private Bilder kommentiert. In Zeiten der Digitalisierung und Social Media ist es für viele von uns quasi unmöglich, die acht Stunden, die wir fast alle arbeiten müssen, zumindest zur Hälfte produktiv zu verbringen.

    Vielleicht war das Hörbuch von Cal Newport, „Konzentriert arbeiten: Regeln für eine Welt voller Ablenkungen“, längst notwendig. Newport ist Autor und Professor für Informatik an der Georgetown University in Washington D.C. und beschäftigt sich mit Schnittstellen und Verknüpfungen von Technologie und Kultur. In seinem Buch erzählt er genau darüber.

    Es sei rar geworden, Arbeit mit maximaler Konzentration auszuführen, und Menschen würden sich immer mehr in Tätigkeiten verlieren, die kaum Aufmerksamkeit benötigen würden. Newport bringt den Lesern in seinen Zeilen näher, wie es möglich ist, sich etwa 90 Minuten lang nur auf eine zu erledigende Aufgabe zu konzentrieren, ohne eine andere währenddessen zu beginnen oder sich von verschiedensten Kommunikationskanälen ablenken zu lassen.

    Mit vollem Fokus effektiv zu arbeiten muss man laut Newport trainieren wie die Ausdauer beim Laufen. Mit „tiefer Konzentration“, dem „Deep Work“, wie sein Buch auf Englisch heißt, meint Newport den Fokus auf tatsächlich kreative Arbeit, die viele Gedanken benötigt. Denn wenn wir produktiv und kreativ sind, schließen wir Menschen meist auch glücklicher einen Arbeitstag ab. Melanie Raidl

    Mehr: Das sind die zehn besten Wirtschaftsbücher des Jahres.

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