Fondsmanager-Umfrage: Raus aus China, rein in die USA – Profianleger schichten radikal um
Aktien in den USA sind zuletzt gut gelaufen – nicht zuletzt wegen des Hypes um Künstliche Intelligenz.
Foto: IMAGO/XinhuaDüsseldorf. Aus China gab es für den Finanzmarkt zuletzt kaum gute Nachrichten: Die wirtschaftliche Erholung nach den Covid-Lockdowns verläuft langsamer als erwartet, die Immobilienkrise schwelt, hinzu kommen geopolitische Spannungen mit den USA. Darauf haben Anlageprofis radikal reagiert, wie die monatliche Fondsmanager-Umfrage der Bank of America (BofA) zeigt.
Demnach zogen sie sich aus China zurück. Die Allokation in Aktien aus Schwellenländern sank im Monatsvergleich um 25 Prozentpunkte von netto 34 auf neun Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit November 2022. „Netto“ heißt in der Terminologie der Umfrage, dass es neun Prozent mehr Befragte gab, die Schwellenländeraktien übergewichten, als solche, die neutral oder untergewichtet positioniert waren.
Dafür erhöhten sie ihre Allokation in US-Aktien zum Vormonat um 29 Prozentpunkte. Während sie dort im August noch mit netto sieben Prozentpunkten untergewichtet waren, sind sie nun mit 22 Prozent übergewichtet. Einen der zuletzt stärksten US-Sektoren meiden die Fondsmanager allerdings.
An der BofA-Umfrage nahmen diesmal 222 Profianlegerinnen und -anleger von Fondshäusern, Banken, Unternehmen, Pensionskassen, Versicherern und Hedgefonds teil, die zusammen 616 Milliarden US-Dollar verwalten. Die Umfrage gilt als bedeutendste unter institutionellen Investoren.