Geldanlage: „Forstwirtschaft könnte zu einer Anlageklasse mit einer Billion Dollar Volumen werden“
Experten sehen gute Chancen für Sachinvestments.
Foto: dpaFrankfurt. Wald und Ackerland sind für Investoren eine interessante Anlageklasse: Sie verspricht zum einen stabile Renditen vor dem Hintergrund eines volatilen Marktgeschehens und zum anderen Schutz gegen Inflation in Zeiten stark steigender Preise. Diese eher für vermögende Kunden, Family-Offices und institutionelle Investoren klassische Anlage bietet aus diesem Grund aktuell besondere Ertragschancen – und zwar für alle Anleger.
Trotz hoher Attraktivität birgt die Anlageklasse jedoch auch Risiken. Experten sehen derzeit drei große Herausforderungen: Angebotsschocks durch den Ukrainekrieg, Brandschäden als Folge der Dürre und steigende Zinsen.
Das Handelsblatt hat das Wichtigste für private und institutionelle Anleger zusammengefasst. Sogenannte Real Assets können ein Bestandteil in jedem Depot sein, je nach Geldbeutel als Aktien- oder Fondsinvestment oder eben als direkte Beteiligung. Vielfach empfehlen Berater solche Anlagen in sogenannte alternative Investments als Depotbeimischung im Wert von fünf, höchstens zehn Prozent des Anlagekapitals.
„Bei Forsten erwarten wir, dass der Ukrainekrieg die Angebotsseite für Holzprodukte insbesondere im europäischen Markt langfristig verknappen wird, da Holzexporte aus Russland für absehbare Zeit reduziert sein werden. Demgegenüber würde eine Rezession insbesondere in den USA mittelfristig bei zurückgehender Nachfrage nach unter anderem Einfamilienhäusern einen Rückgang der Holznachfrage bedeuten“, sagt Michael Bös, CIO Alternative Assets bei der MEAG.