US-Börsen: Profianleger misstrauen der Rally an der US-Börse – Absicherungen bleiben hoch
Sind die Kurse zu stark gestiegen? Profianleger sichern sich weiter stark gegen fallende Kurse ab.
Foto: APDüsseldorf. Um acht Prozent ist der US-Leitindex S&P 500 auf Monatssicht bereits gestiegen. Beim Tech-Index Nasdaq Composite sind es sogar zehn Prozent. Doch Profianleger trauen der Rally an den US-Börsen offensichtlich nicht: Ihre Absicherungen gegen fallende Kurse sind unverändert hoch. Das zeigt eine Analyse des Finanzdatenanbieters S3 Partners.
Bei börsengehandelten Fonds (ETFs) sind in den vergangenen 30 Tagen lediglich Wetten auf fallende Kurse im Wert von 3,5 Milliarden Dollar geschlossen worden, lediglich 1,5 Prozent der derzeitigen Short-Positionen. Dabei verlieren die Profianleger mit ihren Absicherungen aktuell Geld: In den vergangenen 30 Tagen machten sie mit ihren Wetten einen Verlust von 12,5 Milliarden Dollar.
Institutionelle Investoren sichern mit diesen „Short-Wetten“ auf ETFs entweder ihr Portfolio ab oder sie setzen aktiv auf fallende Kurse. Wie sie die Positionen managen, gilt daher als Indikator für die Marktentwicklung. Vor dem Absturz im Mai bauten sie beispielsweise ihre Absicherungen massiv auf, vor der Gegenbewegung im Juli nahm das Absicherungsbedürfnis wieder ab.