Börsenmäntel: Spacs werben mit Beteiligung von Prominenten – Aufseher befürchten Überhitzung des Marktes
Der Tennisstar hat sich auch als Investorin einen Namen gemacht. Sie betreibt ihren eigenen Beteiligungsfonds und investiert in Spacs.
Foto: ReutersNew York, Frankfurt. Ex-Basketball-Star Shaquille O’Neal tut es, Tennis-Legende Serena Williams ist mit dabei, und der Rapper Jay-Z mischt ebenfalls mit. Immer mehr Prominente springen auf den derzeit heißesten Börsentrend in den USA auf: Spacs. Hinter dem Kürzel verbirgt sich eine Art Börsengang durch die Hintertür.
Spacs sind Zweckgesellschaften, die als leerer Unternehmensmantel an die Börse gehen. Dort sammeln sie Kapital bei Investoren ein und machen sich dann auf die Suche nach einem Übernahmeziel – meist ein junges Wachstumsunternehmen.
In den USA erleben die Spacs gerade einen beispiellosen Boom. „Ich kenne mehr Leute, die einen Spac haben als Leute, die an Covid erkrankt sind“, tönen Wall-Street-Banker in diesen Tagen gern.
Genau solche Sprüche sind es, die den Aufsehern Sorge bereiten. Sie fürchten eine Überhitzung des Markts und sehen die Tatsache, dass immer mehr Spacs mit der Beteiligung von Prominenten werben, die nichts oder nur wenig mit der Finanzbranche zu tun haben, als weiteres Indiz für die Gefahren des Hypes.