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Online-Hauptversammlung „Größe wird immer bedeutender“: Deutsche Bank bereitet sich auf Fusionen und Übernahmen vor

Vorstandschef Christian Sewing sieht eine Bereinigung der Bankenbranche als unausweichlich an. Die Deutsche Bank wolle dabei eine „aktive Rolle“ spielen.
19.05.2021 Update: 19.05.2021 - 14:35 Uhr 2 Kommentare
Der CEO der Deutschen Bank AG. Quelle: Reuters
Christian Sewing

Der CEO der Deutschen Bank AG.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die Deutsche Bank bereitet sich auf eine Welle von Fusionen und Übernahmen in der Finanzbranche vor. „Größe wird im Finanzsektor immer bedeutender“, betont Vorstandschef Christian Sewing in seiner vorab veröffentlichten Rede für die Online-Hauptversammlung des größten heimischen Geldhauses am 27. Mai.

Deshalb müsse die Deutsche Bank „die Voraussetzungen dafür schaffen, dass wir eine aktive Rolle spielen können, wenn es zu grenzüberschreitenden Zusammenschlüssen in Europa kommt. Und das wird früher oder später der Fall sein.“ Der Anspruch sei klar: „Deutschland ist immer noch die viertgrößte Volkswirtschaft und eines der stabilsten Länder der Welt. Deutschland braucht eine globale Bank. Und diese Bank – das sind wir.“

Ähnlich hatte sich bereits Finanzvorstand James von Moltke bei der Vorstellung der Zahlen für das erste Quartal Ende April geäußert. 2019 hatte die Deutsche Bank bereits mit der Commerzbank über eine Fusion verhandelt, die Gespräche dann allerdings abgebrochen. Viele Banker und Analysten glauben, dass dieser Deal nach der Bundestagswahl im Herbst wieder aktuell werden könnte.

Aber auch andere Kandidaten wie die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse werden als mögliche Partner gehandelt. Wobei die Frankfurter bei einem Zusammenschluss mit der UBS eindeutig der Juniorpartner wären.

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    Zunächst einmal muss die Deutsche Bank aber ihren eigenen Umbau abschließen. Dabei soll ein kräftiger Konjunkturaufschwung helfen. Ein „weiterhin guter Geschäftsverlauf im zweiten Quartal“ bestärke den Vorstand in der Erwartung, 2021 Erträge „auf dem hohen Niveau des vergangenen Jahres“ zu erreichen, heißt es in Sewings Rede. Dazu werde auch der für die zweite Jahreshälfte erwartete „kräftige Wirtschaftsaufschwung“ beitragen.

    Weiter als erwartet mit dem Umbau

    Der Vorstandschef betonte erneut, dass die Bank an ihren Umbauzielen festhalte und mit der Sanierung weiter sei, „als wir das Mitte 2019 für die jetzige Phase erwartet hatten“. Bis Ende 2022 will Sewing eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von acht Prozent vorweisen und damit beginnen, fünf Milliarden Euro an Kapital an die Investoren zurückzugeben.

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    „Wir nehmen uns fest vor, dass wir im nächsten Jahr an dieser Stelle endlich wieder eine Dividende vorschlagen können“, bekräftigte Sewing. Im ersten Quartal 2021 hatte die Deutsche Bank für eine künftige Gewinnausschüttung 300 Millionen Euro zur Seite gelegt.

    In den ersten drei Monaten dieses Jahres konnte die Deutsche Bank die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen und kam mit einer Eigenkapitalrendite von 7,4 Prozent erstmals in die Nähe der selbst gesetzten Ziele. Analysten und Investoren attestieren der Bank große Fortschritte, viele halten die Vorgaben für Ende 2022 aber noch immer für zu ehrgeizig.

    Die besser als erwarteten Zahlen für 2020 und den guten Start in dieses Jahr verdankt die Bank vor allem dem Boom im Investmentbanking. Sewing verteidigt in seiner Rede die dominante Rolle der Sparte: „Unsere guten Ergebnisse wurden allerdings in der Öffentlichkeit nicht nur positiv aufgenommen. Unser Gewinn sei nur der Investmentbank zu verdanken, hieß es, und so sei die ,alte Deutsche Bank‘ wieder da“, meint Sewing, und widerspricht: „Diese Behauptungen teile ich in keiner Weise.“ Die Bank habe nie gesagt, dass sie sich aus dem Kapitalmarktgeschäft zurückziehen wolle. Sie habe sich lediglich auf die Stärken in der Sparte konzentriert.

    Achleitner bestätigt Ende seiner Amtszeit

    Eigentlich war Sewing angetreten, um die Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen Investmentbanking zu verringern. Unter anderem zog sich die Bank aus dem Aktienhandel zurück und verkaufte das Geschäft mit Hedgefonds an den französischen Konkurrenten BNP.

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    Aufsichtsratschef Paul Achleitner bestätigte in seinem ebenfalls vorab veröffentlichten Redetext zur Hauptversammlung, dass seine Amtszeit 2022 enden werde. Der Chefkontrolleur zeigt sich zuversichtlich, eine sanierte Deutsche Bank an seinen Nachfolger übergeben zu können: „Die Stabilität steht nicht mehr infrage, viele, wenn auch nicht alle Probleme vergangener Jahre sind abgearbeitet.“

    Das Geldhaus habe auf einen Pfad zu „nachhaltiger Profitabilität“ zurückgefunden. „Auch wenn der Aktienkurs noch nicht da ist, wo wir ihn uns wünschen, so zeigt er doch in die richtige Richtung – sowohl in absoluten Zahlen als auch im Branchenvergleich“, sagt Achleitner.

    Mehr: Deutsche Bank bestimmt Joe Salama zum neuen Geldwäsche-Bekämpfer

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    2 Kommentare zu "Online-Hauptversammlung: „Größe wird immer bedeutender“: Deutsche Bank bereitet sich auf Fusionen und Übernahmen vor"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich kann Herrn Meier nur Recht geben was mich verwundert ist das Stillhalte abkommen ihres Blattes gegenüber der Deutschen Bank

    • Bei der Deutschen Bank wird es nach dem Abgang von Herrn Achleitner (Vorsitzender der 3 Affen) sicher besser laufen. Die "sanierte" Bank, die Herr Achleitner seinem Nachfolger übergeben will, ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Eigentümer mussten für den Größenwahn unter der Ägide Achleitner unendlich bluten. Einen dermaßen unfähigen AR-Vorsitzenden sollten die Eigentümer vom Hof, sprich aus dem Amt jagen.

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