SVB: Pleite der Silicon Valley Bank schockt die Finanzwelt
Die Titel waren am Donnerstag um über 60 Prozent eingebrochen und verloren am Freitag vorbörslich zunächst erneut über 60 Prozent.
Foto: BloombergNew York. Nach der überraschenden Pleite der Silicon Valley Bank stellen sich zahlreiche Start-ups und Firmen für Venture Capital auf Finanzierungsprobleme ein. So könnte es schon am Montag zu Verzögerungen bei Gehaltszahlungen kommen, wie Sam Lessin vom Risikokapitalgeber Slow Ventures im US-Börsensender CNBC zu bedenken gab. „Viele Start-ups hatten deutlich mehr als 250.000 Dollar bei der Silicon Valley Bank geparkt“, betonte er. Bis zu dieser Summe sind Einlagen in den USA versichert.
Wann die Firmen wieder Zugang zu ihren Geldern bekommen werden und ob sie sich auf Verluste einstellen müssen, ist derzeit noch nicht klar. „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Die Silicon Valley Bank wurde von vielen respektiert und viele haben ihr vertraut“, sagte Lessin.
Im Rekordtempo war das Institut am Freitag in die Pleite geschlittert. Noch am Mittwoch wollte das Institut aus dem kalifornischen Santa Clara neues Kapital einsammeln. Daraufhin war die Aktie eingebrochen. Auch eine Käufersuche blieb erfolglos.
Am Freitagvormittag (Ortszeit) übernahm die US-Einlagensicherung FDIC die Kontrolle über die Bank. Sie will sicherstellen, dass die Bank geordnet abgewickelt werden kann und die Kunden an ihre Gelder kommen, wie die Behörde mitteilte. In den USA sind Guthaben von bis zu 250.000 Dollar versichert.