Umfrage unter Sparkassenmanagern: So bewerten Sparkassenmanager Konjunktur und Finanzmärkte
Frankfurt. Der deutschen Konjunktur geht es schlecht, und daran dürfte sich so schnell nichts ändern. Aber es gibt einen Lichtblick für die heimische Wirtschaft: Die Finanzierungsbedingungen hellen sich nach Einschätzung der Sparkassen deutlich auf.
Das zeigt das Deka-S-Finanzklima, ein Sentimentindex für die aktuelle Lage in der deutschen Wirtschaft, der auf einer quartalsweisen Umfrage unter den Vorständen der deutschen Sparkassen basiert, die das Handelsblatt regelmäßig veröffentlicht. Müssten die Manager Schulnoten für die Wirtschaftslage geben, würden sie so ausfallen: Konjunktur „vier minus“, Finanzmärkte „eins“.
Im ersten Quartal 2024 ist das S-Finanzklima von 85,3 auf 97,4 Punkte gestiegen und liegt damit wieder im neutralen Bereich, der von einem Indexwert von 100 markiert wird. Hinter dieser insgesamt neutralen Einschätzung verbirgt sich allerdings eine Diskrepanz zwischen den Prognosen für die Realwirtschaft und der Beurteilung der Finanzierungsbedingungen. „Für die deutsche Konjunktur sehen die Sparkassen nur ganz zarte Aufhellungen am Horizont. Dagegen registrieren sie eine deutliche Verbesserung des monetären Umfelds mit sinkenden Zinsen, steigenden Aktienkursen und einer leicht anziehenden Kreditnachfrage“, erläutert Reinhold Rickes, Chefvolkswirt des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands.