Umstrukturierung: Berenberg Bank streicht ein Drittel ihrer Stellen in den USA
„Grundlage für das künftige Wachstum ist eine konsequente Fokussierung auf unsere eigenen Stärken“, sagt der der persönlich haftender Gesellschafter von Berenberg.
Foto: Bernd Roselieb für HandelsblattFrankfurt. Die Berenberg Bank zieht Konsequenzen aus dem Abwärtstrend an den US-Aktienmärkten und den eingetrübten Zukunftsaussichten. Die US-Tochter Berenberg Capital Markets wird wegen einer Umstrukturierung 50 ihrer 150 Mitarbeiter entlassen. Dabei handelt es sich um Analysten und Investmentbanker. Das bestätigte ein Sprecher des Geldhauses dem Handelsblatt.
Der persönlich haftende Gesellschafter Hendrik Riehmer erklärte: „Grundlage für das künftige Wachstum ist eine konsequente Fokussierung auf unsere eigenen Stärken“. Riehmer und der heutige Verwaltungsratspräsident Hans-Walter Peters haben die Traditionsbank in den vergangenen Jahren zu einer internationalen Investmentbank umgebaut.
In den USA ist Berenberg seit 2011 aktiv und hat sein Personal in den vergangenen fünf Jahren aufgestockt. Insgesamt hat das Geldhaus in Amerika Analystenberichte über 400 Unternehmen erstellt und 65 Kapitalmarkttransaktionen begleitet, darunter 15 Börsengänge.
Künftig will sich das Institut mit seinen Analysten in New York auf Immobilien, Gesundheitswesen, Industrie, Technologie und die Volkswirtschaft konzentrieren. Ein Banksprecher sagte: In diesen Bereichen genieße Berenberg ein hohes Ansehen am Markt. Aus diesen stammten 90 Prozent der Aktivitäten im amerikanischen Aktienemissionsgeschäft (ECM).