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US-PreisdatenInflationsdruck in den USA steigt weiter an

Vor wenigen Tagen hat die Fed den Leitzins unverändert belassen. Neue Preisdaten legen nahe, dass es bis zur nächsten Zinssenkung noch dauern dürfte. Das wird einem nicht gefallen: Donald Trump. 03.02.2025 - 09:21 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Kunden in einem US-Geschäft: Die Verbraucherpreise legten im Dezember noch um 2,9 Prozent zu, wie Mitte Januar bekannt wurde. Foto: REUTERS

Düsseldorf. Die Lage der US-Zentralbank Federal Reserve wird komplizierter, denn der Preisdruck in den USA steigt weiter. Der von der US-Zentralbank Federal Reserve bevorzugte Inflationsindikator, der PCE-Index, ist im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,6 Prozent gestiegen. Im November lag das Wachstum noch bei 2,4 Prozent.

Der am Freitag in Washington veröffentlichte Indikator zeigt die Preisentwicklung eines festen Warenkorbs, der auf die persönlichen Ausgaben der Amerikaner zugeschnitten ist.

Der Kern-PCE-Index, bei dem die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise herausgerechnet werden, hat im Dezember um 2,8 Prozent zugenommen. Im Vergleich zum November hat sich die PCE-Inflation demnach nicht geändert. Experten hatten mit diesen Werten gerechnet.

Die US-Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell achten beim Abstecken ihres Zinskurses besonders auf diesen Warenkorb, auch wenn mit den Verbraucherpreisen (CPI) ein weiteres wichtiges Inflationsmaß Orientierung gibt: Diese legten im Dezember noch um 2,9 Prozent zu, wie Mitte Januar bekannt wurde. Die Kernrate fiel leicht auf 3,2 Prozent. Die Märkte nahmen die unerwartet niedrige Kerninflation damals außerordentlich positiv auf, der Dax erreichte ein Rekordhoch.

Vorbörslich notiert der US-Leitindex S&P 500 am Freitag 0,3 Prozent im Plus, auch der Index der Standardwerte, der Dow Jones, legt vor Handelsbeginn an der Wall Street zu.

Fed hat Zinssenkungen zunächst pausiert

Erst am Mittwoch hat die Federal Reserve zuletzt über ihre Leitzinsen entschieden. Wie Ökonomen bereits erwartet hatten, änderte die Fed den Leitzins nicht und hielt ihn unverändert in der Spanne von 4,25 bis 4,5 Prozent. Damit hat die Zentralbank ihre Zinssenkungen zunächst pausiert. Seit September hat sie die Zinsen dreimal um insgesamt einen Prozentpunkt gesenkt.

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Mit der Zinspause widersetzt sich die Zentralbank direkt den Wünschen des neuen US-Präsidenten Donald Trump. „Ich verlange, dass die Zinsen fallen“, hatte der erst vergangene Woche beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos betont. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump: „Jay Powell und die Fed haben es nicht geschafft, das von ihnen geschaffene Problem der Inflation zu stoppen.“ Stattdessen habe die Fed ihre Zeit mit „Gender-Ideologie, ,grüner‘ Energie und Fake-Klimawandel“ verschwendet.

Dass die PCE-Indizes zulegen, könnte die Spannungen zwischen der US-Notenbank und dem Präsidenten durchaus verkomplizieren. Solange die Inflationsdaten sich vom Zwei-Prozent-Ziel der Federal Reserve entfernen, und sowohl die US-Wirtschaft als auch der Arbeitsmarkt weiterhin robust bleiben, dürfte die Fed die Zinsen nicht senken.

Damit rechnen auch Investorinnen und Investoren. Sie gehen davon aus, dass die Zinsen in den kommenden Monaten auf dem aktuellen Niveau bleiben. Laut Daten der Terminbörse CME preist die Mehrheit der Händler an den Zinsmärkten die nächste Senkung erst im Juni ein. Mindestens so lange werden die Notenbanker auch mit Angriffen Trumps rechnen müssen.

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Fed-Chef Powell wich auf der Pressekonferenz nach der Leitzinsentscheidung Fragen zu Trump aus. „Ich habe keine Reaktion und keinen Kommentar zu den Äußerungen des Präsidenten. Das ist einfach nicht angemessen“, sagte der Fed-Chef. Die Fed müsse die Auswirkungen von Trumps Wirtschaftspolitik erst abwarten, bevor sie reagieren könne.

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