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VerbraucherpreiseInflationsrate in Deutschland steigt auf 10,4 Prozent

Die Verbraucherpreise haben im Oktober stärker zugelegt als von Ökonomen erwartet. Das ist ein Warnsignal für die anstehenden Inflationszahlen für den Euro-Raum.Charlotte Raskopf und Jan Mallien 28.10.2022 - 14:32 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Inflationsrate dürfte weiterhin zweistellig bleiben – trotz der Absenkung der Mehrwertsteuer auf Gas ab Oktober.

Foto: IMAGO/Future Image

Frankfurt. Die Inflationsrate in Deutschland ist im Oktober erneut deutlich gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,4 Prozent zu. Das gab das Statistische Bundesamt am Freitag auf Basis einer vorläufigen Schätzung bekannt.

Im September lag die Inflationsrate bei 10,0 Prozent. Dies war bis dahin der höchste Stand seit 1951. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten für Oktober mit einem Wert von 10,1 Prozent gerechnet.

Die Bundesbank geht in ihrem aktuellen Monatsbericht für Oktober davon aus, dass die Inflationsrate in den nächsten Monaten zweistellig bleiben wird, auch wenn einige Entlastungen in Kraft getreten sind, wie zum Beispiel die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Gas und Fernwärme ab Oktober.

Der deutlich über den Erwartungen liegende Wert für Deutschland ist auch ein Warnsignal für die Inflationszahlen für den gesamten Euro-Raum, die das europäische Statistikamt Eurostat am Montag veröffentlicht. Auch in Italien und Frankreich haben die Statistikämter deutlich höhere Werte vermeldet.

Im Vorfeld hatten Ökonomen erwartet, dass die Inflationsrate für den Euro-Raum im Oktober von 9,9 auf 9,4 Prozent zurückgehen würde. Das scheint nun eher unwahrscheinlich. „Die heutigen Preisdaten bestätigen unsere Erwartung einer zweistelligen Euro-Raum-Inflationsrate im Oktober“, sagt Commerzbank-Ökonom Marco Wagner.

Damit bleibt der Druck auf die Europäische Zentralbank hoch, die Zinsen weiter anzuheben. Am Donnerstag hat die Notenbank den Leitzins bereits um weitere 0,75 Prozentpunkte auf zwei Prozent angehoben und den für die Finanzmärkte derzeit maßgeblichen Einlagenzins auf 1,25 Prozent.

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Nach der Sitzung sprachen sich mehrere Vertreter für eine weitere Straffung der Geldpolitik aus, darunter die Notenbankchefs aus Litauen, der Slowakei und Frankreich.

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