Verbraucherpreise: US-Inflation steigt weniger stark als erwartet
Bleiben die Leitzinsen in den USA zunächst stabil?
Foto: BloombergDüsseldorf, Frankfurt. Die Teuerung in den USA zieht wieder an – aber nur moderat, und das ist zumindest kurzfristig eine gute Nachricht für die zuletzt verunsicherten Märkte. Die jährliche US-Inflationsrate ist im Juli das erste Mal seit über einem Jahr wieder gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 3,2 Prozent zu. Im Juni hatte der Wert noch 3,0 Prozent betragen, das Inflationsziel der US-Notenbank Fed liegt bei zwei Prozent.
Trotzdem wurden die Zahlen am Finanzmarkt gut aufgenommen: Die US-Börsen verzeichneten Gewinne, auch der deutsche Leitindex Dax stieg. Am Anleihemarkt kletterten die Kurse ebenfalls und stoppten damit den Aufwärtstrend der Renditen für Staatspapiere.
Denn die Inflationsrate stieg weniger stark an als erwartet. Ökonomen hatten mit einem Wert von 3,3 Prozent gerechnet. Dass die Erwartungen unterschritten wurden, wird von Anlegerinnen und Anlegern als Zeichen interpretiert, dass die Zinserhöhungen der Fed im Kampf gegen die Inflation Wirkung zeigen – und keine weiteren Zinserhöhungen nötig sind.