Immobilien: Warum am Immobilienmarkt nicht für alle ein Aufschwung kommt
Berlin. Wird es Interessenten von Immobilien geben, die sich in einem Jahr ärgern werden – weil sie nicht zugeschlagen haben? Davon geht Tina Reuter aus, die das Deutschlandgeschäft des Immobilienberaters Cushman Wakefield verantwortet. Gerhard Lehner, Deutschlandchef des Immobilieninvestors Savills Investment Management, sieht vor allem institutionelle Investoren am Zug. „Hier gibt es noch sehr viel Zurückhaltung“, sagt er auf der Bühne der Handelsblatt Real Estate Tagung in Berlin.
Die Immobilienbranche erlebt derzeit ihr drittes Krisenjahr in Folge. Als im Frühjahr 2022 die Zinsen für Kredite stiegen und sich bis Herbst beinahe vervierfachten, war eine Serie von über zehn Boomjahren in Folge gerissen. Es kam zu Pleiten, wie die des schillernden Projektentwicklers Signa.
Die Akteure reagierten verunsichert am Markt, was sich nun aber zu ändern scheint, beobachtet Reuter. Auch der „Fair Value Time Score“ von Cushman Wakefield deutet auf diese Entwicklung hin. Das Barometer für den richtigen Zeitpunkt zum Investieren ist wieder auf den Wert von 3 gestiegen – das bedeutet „kaufen“. Gibt es damit mehr Transaktionen am Markt und welche Objekte sind begehrt?