Immobilien-Fassaden: Wie Pflanzen Gebäude und Menschen vor Extremwetter schützen
Eine bepflanzte Fassade schützt, kühlt und bietet Vögeln Nistplätze.
(Foto: Bundesverband GebäudeGrün e.V.)
Foto: HandelsblattEuropa hat 2023 ein Jahr der Wetterextreme erlebt. Dazu gehörten Hitzewellen, Starkregen und Dürren. Solche Extremwetterereignisse treten immer häufiger auf und machen Menschen, aber auch Gebäuden in Deutschland zunehmend zu schaffen.
Stadtplaner und Architekten, Biologen und Klimaexperten sind sich einig: Fassadenbegrünungen könnten helfen, den Folgen des Klimawandels besser zu begegnen. „Pflanzen verdunsten Wasser und entziehen dabei der Umgebungsluft Wärme, sie kühlen also. Zugleich verschatten sie die Fassade, sodass sie sich weniger aufheizt“, erklärt die Biologin Leoni Mack von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau.
Herrschen sehr hohe Temperaturen, kommt das den Bewohnern und auch der Umwelt zugute, denn manch ein Klimagerät ist so verzichtbar. In stark verdichteten Innenstädten mit großflächigen Bodenversiegelungen wirkt die Begrünung nicht nur urbanen Hitzeinseln entgegen, sondern verbessert auch den Lärmschutz und die Luftqualität. Die Pflanzen binden Feinstaub und Schadstoffe, nehmen CO2 auf und geben Sauerstoff ab.
Zudem tragen sie zum Erhalt der Bausubstanz bei, indem sie die Fassade vor Wind, krassen Temperaturunterschieden und UV-Strahlen schützen. „Bei Extremwetterereignissen wie Schlagregen oder Hagel bildet die Bepflanzung einen Schutzmantel“, ergänzt Alexander Steinfeldt von der Beratungsgesellschaft Co2online.