Klimaneutrales Bauen: Bundesregierung beschließt Initiative für Holzbau
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Foto: HandelsblattStein, Beton und Stahl – das sind die Materialien, mit denen die Baubranche in Deutschland vornehmlich Häuser baut. Der Rohstoff Holz führt eher ein Nischendasein auf den deutschen Baustellen. Zwar gibt es im Ein- und Zweifamilienhausbau bereits eine Holzbauquote von 26 Prozent, im mehrgeschossigen Wohnungsbau liegt sie aber noch unter fünf Prozent.
Das soll sich ändern. Das Bundeskabinett hat den von Bundesbauministerin Klara Geywitz und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir vorgelegten Entwurf einer Holzbauinitiative beschlossen. Die Initiative der Bundesregierung kann nun in den parlamentarischen Diskurs gehen.
Die Bundesregierung will mit ihrer Initiative dafür sorgen, dass mehr Häuser aus Holz entstehen. So soll bis 2030 die Holzbauquote erhöht werden, und zwar mit Hilfe von acht Handlungsfeldern. Die Regierung möchte unter anderem Forschung und Entwicklung im Bereich Holzbau fördern und mit Projekten als Vorbild agieren. Zudem sollen Anreize für ein klimafreundliches Bauen mit Holz geschaffen und der Wissenstransfer sowie die Fachkräftesicherung ausgebaut werden.
„Um mehr bezahlbaren und guten Wohnraum zu schaffen, in dem sich die Menschen wohl fühlen, wollen wir das serielle und modulare Bauen verbessern“, sagt Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Holz eigne sich dafür besonders gut.