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Wohn- und GewerbeimmobilienBanken befürchten anhaltende Schwäche am Markt

Die Immobilienpreise sind im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent gesunken. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken glaubt an eine Stabilisierung frühestens ab dem zweiten Halbjahr 2024.Hannah Krolle, Andreas Kröner 22.04.2024 - 16:43 Uhr
Gero Bergmann: übernahm im Juni vergangenen Jahres die Präsidentschaft des Verbands deutscher Pfandbriefbanken. Foto: BayernLB

Frankfurt. Die deutschen Banken rechnen mit einer länger andauernden Schwächephase am Immobilienmarkt. „Das Geschäftsjahr 2024 bleibt für alle Akteure an den Immobilienmärkten herausfordernd“, sagte Gero Bergmann, Präsident des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VdP), am Montag bei der Jahrespressekonferenz des Verbands in Frankfurt.

Die Preise für Wohnimmobilien würden sich im zweiten Halbjahr zwar stabilisieren, erklärte der VdP. Ein Ende der Preisrückgänge von Gewerbeimmobilien sei jedoch erst am Jahresende zu erwarten.

Insgesamt sanken die Immobilienpreise vom vierten Quartal 2022 bis zum vierten Quartal 2023 um 7,2 Prozent. Die Preise von Wohnimmobilien fielen um 6,1 Prozent und zeigten sich damit etwas robuster als die Preise für Gewerbeimmobilien, die um 12,1 Prozent zurückgingen.

Für das laufende Jahr geht der VdP davon aus, dass die Preise weniger stark sinken als 2023. Dabei reichen die Prognosen von null bis minus fünf Prozent bei Wohnimmobilien und minus fünf bis minus zehn Prozent bei Büroimmobilien. Voraussetzung dafür sei jedoch eine erste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Sommer.

„So wie die im Vorjahr eingetretenen Preisrückgänge in ihrer Schärfe nicht zuletzt auf die viel zu spät und dann viel zu dynamisch vorgenommenen Leitzinserhöhungen der EZB zurückzuführen sind, hängt auch die weitere Entwicklung der Immobilienpreise maßgeblich vom Handeln der EZB ab“, sagte Bergmann.

Schlussquartal 2023

Kauf, Mieten, Wohnen, Gewerbe – Immobilienpreise rutschen über alle Segmente hinweg deutlich ab

2023 ging das Neugeschäft der Pfandbriefbanken wegen des Abschwungs am Immobilienmarkt deutlich zurück. Das Volumen der vergebenen Darlehen sank um gut 30 Prozent auf 110 Milliarden Euro.

Bürokrise in den USA nicht auf Deutschland übertragbar

Dennoch warnt der VdP bei Büroimmobilien vor Schwarzmalerei. Der deutsche Büroimmobilienmarkt sei resilienter als vielfach wahrgenommen und lasse sich nicht mit dem in den USA vergleichen. In den USA standen im vierten Quartal wegen des Trends zu mehr Homeoffice so viele Büros leer wie nie zuvor. 

Einige deutsche Banken sind auch im großen Stil am US-Gewerbeimmobilienmarkt aktiv – beispielsweise die Deutsche Bank, die Aareal Bank und die Deutsche Pfandbriefbank. 

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Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing geht davon aus, dass die heimischen Geldhäuser die dort entstehenden Belastungen verkraften können. „Wir erwarten nicht, dass die Situation bei Gewerbeimmobilen in den USA den europäischen oder deutschen Bankensektor in Schwierigkeit bringen wird“, sagte Sewing. „Wir sollten die Herausforderung aber nicht kleinreden.“

Mehr Sorgen als Gewerbeimmobilien bereiteten ihm jedoch die schwachen Wachstumsraten der deutschen Wirtschaft, betonte Sewing, der auch Präsident des deutschen Privatbankenverbands BdB ist, am Montag bei einem Pressegespräch des Verbands.

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