IPO: Panzer-Zulieferer Renk wird bei Börsengang mit 1,5 Milliarden Euro bewertet
70 Prozent macht das Rüstungsgeschäft mit Getrieben für Panzer oder Schiffe für die Marine aus.
Foto: RenkMünchen. Die Aktien des Augsburger Panzergetriebe-Herstellers Renk werden beim Börsengang am unteren Ende der Preisspanne zugeteilt. Die begleitenden Investmentbanken teilten den Investoren am Mittwoch mit, die bis zu 27,03 Millionen Papiere aus dem Besitz des Renk-Eigentümers Triton würden zu je 15 Euro verkauft. Auf diesem Niveau sei die Emission vielfach überzeichnet.
Die Spanne reichte von 15 bis 18 Euro, der offizielle Zuteilungspreis wird für den Abend erwartet. Das Traditionsunternehmen wird damit mit 1,5 Milliarden Euro bewertet. Renk will am Donnerstag seine Rückkehr an die Frankfurter Börse feiern.
Der Finanzinvestor Triton dürfte aus dem Börsengang einen Erlös von 405 Millionen Euro erzielen, er bleibt aber mit mindestens 73 Prozent beteiligt. Triton hatte das ehemals zu MAN gehörende Unternehmen Anfang 2020 für knapp 700 Millionen Euro vom Autobauer Volkswagen gekauft und anschließend – nach 97 Jahren – von der Börse genommen. Mit der 300 Millionen Euro schweren Übernahme des Bereichs Combat Propulsion Systems vom US-Konzern L3Harris schaffte Renk unter seiner Ägide den Sprung auf den amerikanischen Markt.