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  5. Bitcoin: Russland-Gerüchte treiben Kurs in Richtung 45.000 Dollar

Bitcoin, Ether und Co.Russland-Gerüchte treiben Bitcoin an – 45.000-Dollar-Marke in Reichweite

Anleger werden wieder mutiger und greifen am Kryptomarkt zu. Die Marktkapitalisierung aller Digitalwährungen steigt über die Marke von zwei Billionen Dollar.Mareike Müller 27.03.2022 - 17:07 Uhr Artikel anhören

Die älteste Kryptowährung überstieg am Freitag die wichtige Marke von 45.000 Dollar

Foto: Reuters

Frankfurt. Die Skepsis am Kryptomarkt scheint sich zu legen, Anleger investieren aktuell wieder stärker in Digitalwährungen. Am Sonntag notierte der Bitcoin zwischenzeitlich mit 44.789 nahe der Marke von 45.000 Dollar. Zuletzt lag der Kurs laut Daten des Analysehauses Coinmarketcap bei 44.400 Dollar. Auf sieben Tage betrachtet legte die größte unter den Kryptowährungen rund sechs Prozent zu, auf den höchsten Stand seit Anfang des Monats.

Dabei durchbrach der Bitcoin den wichtigen charttechnischen Widerstand von rund 44.200 Dollar. Damit ist die Digitalwährung allerdings noch immer weit entfernt von ihrem Höchststand von Mitte November 2021, damals kostete ein Bitcoin knapp 69.000 Dollar.

Auch die Nummer zwei unter den Kryptowährungen, Ether, legte merklich zu: Innerhalb der vergangenen sieben Tage kletterte der Preis pro Einheit um sechs Prozent auf rund 3100 Dollar. Auch Coins aus der zweiten und dritten Reihe legten zu: So stieg Solana in den vergangenen sieben Tagen um knapp zwölf Prozent und Cardano um fast 30 Prozent. Polkadot gewann knapp zehn Prozent, Dogecoin im selben Zeitraum rund zwölf Prozent.

Auslöser für den jüngsten Kursanstieg ist laut Analysten erneut die geopolitische Lage. „Befeuert werden die Kurse durch Spekulationen, dass Russland für seine Öl- und Gasexporte Bitcoin akzeptieren könnte“, erklärt Timo Emden, Marktanalyst und Gründer des Analysehauses Emden Research. Pavel Zavalny, Vorsitzender des Duma-Ausschusses für Energie, hatte am Donnerstag gesagt, dass „befreundeten“ Ländern erlaubt werden könnte, in der Kryptowährung oder in ihrer lokalen Währung zu zahlen.

Emden sieht darin Kalkül. „Abermals könnten Krypto-Assets für den Kreml als Vehikel fungieren, um dem Westen eins auszuwischen“, so seine Einschätzung. Russland zielt laut Emden „offensichtlich darauf ab, sich sukzessive von Fiatgeldern wie US-Dollar und Euro abzukoppeln und sich mit anderweitigen Devisen in zentraler und dezentraler Form strategisch unabhängig von der westlichen Welt zu machen“.

Experte: Potenzielle Anwendungsfälle sind „typischerweise bullish für den Preis“

Marktanalyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda ist allerdings skeptisch, ob Russland Bitcoin tatsächlich akzeptieren werde, da „ein wichtiger befreundeter Exportmarkt China ist, wo Bitcoin verboten ist“. Zudem bürge eine solche Entscheidung „aufgrund der Volatilität von Kryptowährungen erhebliche Risiken“. Nichtsdestotrotz seien potenzielle Anwendungsfälle „typischerweise bullish für den Preis“.

Analysten des Nachrichtendienstes Bloomberg gehen davon aus, dass der Bitcoin nun „auf seine jüngsten Gewinne aufbauen könnte“. Wenn das Hoch von Anfang März durchbrochen würde – damals kostete ein Bitcoin 45.300 Dollar – kämen als nächste Ziele die Marken von 50.450 und 54.000 Dollar ins Spiel. Durch die angestiegene Beliebtheit liegt die Marktkapitalisierung des gesamten Marktes nun wieder über zwei Billionen Dollar.

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Auch Analyst Emden geht davon aus, dass der Aufschwung unter bestimmten Bedingungen anhalten könnte: „Weitere Aufwärtsambitionen sind in den kommenden Tagen und Wochen denkbar, sollten die geo- und geldpolitischen fundamentalen Entwicklungen nicht überhandnehmen.“

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