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Dax aktuellDax schließt im Minus – Hellofresh-Aktie deutlich zugelegt

Der deutsche Leitindex hat den Abwärtstrend vom Montag fortgesetzt. Positive Inflationszahlen boten keine Unterstützung. Am Nachmittag bewegten frische US-Daten die Kurse.Timm Seckel, Jana-Sophie Brüntjen 02.07.2024 - 18:12 Uhr aktualisiert
Kurstafel an der Frankfurter Börse. Foto: Getty Images, Montage

Düsseldorf. Der Dax hat den Dienstag im Minus beendet. Die Erholungstour am Nachmittag konnte die vorherigen Verluste nicht ausgleichen. Der deutsche Leitindex schließt 0,7 Prozent niedriger bei 18.164 Punkten

Am Vortag hatten sich zwischenzeitliche Kursgewinne nach positiven Inflationszahlen aufgelöst, der Dax schloss noch rund 0,3 Prozent im Plus bei 18.291 Punkten.

Die Verlangsamung der Inflation innerhalb der Euro-Zone löste keine großen Kursbewegungen aus. Wie erwartet fiel die Teuerung im Juni einer ersten Schätzung zufolge mit 2,5 Prozent etwas geringer aus als im Vormonat.

„Der Inflationsrückgang setzt sich nur langsam fort“, kommentierte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Die letzten Meter zum Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) seien eine äußerst zähe Angelegenheit. „Dies weiß auch die EZB und richtet ihre Zinspolitik entsprechend danach.“

Am Nachmittag richtete sich der Blick der Anleger auf die USA. Von dort kamen neue Daten des US-Arbeitsministeriums zur Zahl der offenen Stellen, die einen Aufschluss über die Lage am Arbeitsmarkt geben. Die Nachfrage nach Personal in den USA hat demnach zuletzt überraschend zugenommen. Die auch für die Zinspolitik der Notenbank wichtige Kennziffer der offenen Stellen stieg Ende Mai auf 8,14 Millionen.

Am Anleihemarkt gilt das Interesse zudem US-Staatsanleihen. In Erwartung einer neuen Präsidentschaft von Donald Trump stieg der Zins auf die Papiere auf knapp 4,5 Prozent und lag damit so hoch wie zuletzt vor rund einem Monat. Marktakteure erwarten im Fall eines Trump-Siegs eine weiter steigende Staatsverschuldung.

Einzelwerte im Fokus

Hellofresh: Ein Analystenkommentar treibt den Aktienkurs kräftig nach oben. Die Titel des Kochboxen-Anbieters legten bis zu 18 Prozent zu und sind damit mit Abstand größter Gewinner im MDax. Hintergrund sei, dass die US-Bank JP Morgan die Aktie von der „Negative Catalyst Watch“-Liste gestrichen habe, sagte ein Händler. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund zwei Drittel an Wert verloren. Aber schon am Montag gab es ein deutliches Plus.

Anlagestrategie

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Northern Data: Berichte über Börsenpläne des Technologiekonzerns für sein KI- und Cloud-Geschäft elektrisieren Anleger. Die Aktien des in Frankfurt ansässigen Unternehmens schossen um bis zu 26 Prozent nach oben, nachdem Medien berichtet haben, der Bitcoin-Miner erwäge einen Börsengang seiner Cloud-Computing- und Rechenzentrumseinheiten für künstliche Intelligenz (KI) in den USA.

Rückversicherer: Die Aktien der Münchener Rück und der Hannover Rück fielen zwischenzeitlich um mehr als vier Prozent. Ein Grund könnte der Beginn der Hurrikan-Saison sein, die in der Karibik just so früh begann wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Schadenssumme durch die Stürme könnte dadurch höher ausfallen.

Siemens Energy: Der Energietechnik-Konzern will in großem Stil einstellen, weil das Geschäft mit dem weltweiten Netzausbau internen Prognosen nach stark wachsen soll. Die Siemens-Energy-Aktien lagen mit einem Plus von gut 3,8 Prozent an der Dax-Spitze.

TUI: Der Wechsel von TUI von London an die Frankfurter Börse hat eine 46,5 Millionen Euro schwere Aktienplatzierung nach sich gezogen. Die Investmentbanken Barclays und Deutsche Bank platzierten am Montagabend 7,38 Millionen TUI-Aktien bei neuen Investoren, wie sie nach Börsenschluss mitteilten. Am Dienstag fiel der Kurs um fast drei Prozent.

Pharmakonzerne: Eine Aussage des US-amerikanischen Präsidenten Joe Biden lastet auf den Aktien des dänischen Unternehmens Novo Nordisk und des US-Konzerns Eli Lilly. Biden hatte kritisiert, die Unternehmen verlangten „unverschämt hohe Preise“ für ihre Medikamente gegen Diabetes und für Gewichtsverlust. Zugleich drohte er mit staatlichen Maßnahmen.  Die Papiere von Novo Nordisk fielen zwischenzeitlich um mehr als zwei Prozent, die von Eli Lilly liegt an der Wall Street 1,7 Prozent im Minus.

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Mit Agenturmaterial.

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