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Dax aktuellDax verliert im frühen Handel – Goldpreis springt auf Rekordhoch

Nach dem Rekordstart ins Jahr sackt der Leitindex am Dienstag ab. Analysten rechnen angesichts der neuen Drohungen des US-Präsidenten mit anhaltend belasteten Börsen.Laura Thalmeyer 20.01.2026 - 10:29 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Kurstafel an der Börse in Frankfurt. Foto: Getty Images, Montage

Düsseldorf, Frankfurt. Die Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland treiben die Dax-Anleger weiter um. Der Dax ist am Dienstag schwächer in den Handel gestartet. Kurz nach Handelsbeginn rutschte der Leitindex um rund ein Prozent ab unter die Marke von 24.700 Punkten. Am frühen Vormittag bewegt sich der Dax um 1,1 Prozent im Minus bei 24.679 Punkten.

Das Risiko einer erneuten Eskalation des Handelsstreits sei gestiegen, konstatierten die Analysten der Commerzbank. „Also wieder einmal Streit, Zölle, Gegenzölle, Unsicherheit für die Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks.“

Bereits zum Wochenstart hatte der deutsche Leitindex verloren. Er sackte am Montag um 1,3 Prozent ab unter die Marke von 25.000 Punkten. Damit scheint der Leitindex eine leichte Seitwärtsbewegung nach seinem fulminanten Jahresstart einzuleiten.

Am Dienstag treten prominente Redner auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos auf. Erwartet werden unter anderem Microsoft-Chef Satya Nadella, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen oder der US-Finanzminister Scott Bessent. Im Fokus diplomatischer Bemühungen am Rande dürften neben den jüngsten Zolldrohungen aus den USA der Krieg in der Ukraine und der Grönland-Streit stehen.

Außerdem veröffentlicht das Mannheimer ZEW die Umfrage zur Konjunktureinschätzung der Investoren im Januar. Von Reuters befragte Experten erwarten einen Anstieg des ZEW-Barometers auf 50 Zähler von 45,8 Punkten. Im Vormonat hatten die Börsenprofis die Aussichten der deutschen Wirtschaft überraschend positiv beurteilt.

Goldpreis springt nach Trumps Zoll-Drohung auf Rekordhoch

Der Goldpreis kennt weiterhin nur eine Richtung und knackt erstmals die Marke von 4700 Dollar. In der Spitze zieht der Preis für das Edelmetall auf ein Allzeithoch von 4717,53 Dollar je Feinunze an.

Treiber sind die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, weitere Zölle gegen europäische Verbündete zu verhängen. Dies schürte Sorgen vor einer Eskalation des Handelskonflikts und löste eine Flucht in als sicher geltende Anlagen aus.

Auch der Silberpreis notierte leicht fester bei einem Rekord von 94,72 Dollar, bevor vereinzelt Gewinnmitnahmen einsetzten. „Trumps unberechenbarer Politikansatz in internationalen Angelegenheiten und sein Wunsch nach niedrigeren Zinsen kommen Edelmetallen sehr zugute“, sagte der Chef-Marktanalyst von KCM Trade, Tim Waterer. Seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit vor einem Jahr hat der Goldpreis um mehr als 70 Prozent zugelegt.

Zusätzliche Unterstützung erhielt der Goldpreis durch die Sorge um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. Der Oberste Gerichtshof der USA befasst sich voraussichtlich in dieser Woche mit dem Versuch Trumps, die Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen.

Rüstungs- und Stahlwerte trotzen Abwärtstrend

In einem erneut schwachen Marktumfeld verloren auch die zuletzt gefragten Rüstungswerte. Die Aktien von Rheinmetall und Hensoldt gaben im frühen Handel um rund 1,5 Prozent nach. Renk-Papiere sackten um rund ein Prozent.

Nach einer Hochstufung legen die Titel von Salzgitter indes um mehr als vier Prozent zu. Die Analysten von Oddo BHF setzten die Aktien des Stahlkonzerns auf „Outperform“ von zuvor „Underperform“.

Einzelwerte im Fokus:

Hypoport: Bei den Einzelwerten brachen die Titel des Finanzdienstleisters Hypoport nach Zahlenvorlage zeitweise knapp 13 Prozent ein.

Henkel: Dagegen legte Henkel gegen den Trend mit 0,5 Prozent leicht zu. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern hatte am Vorabend Gespräche über einen möglichen Kauf des niederländischen Chemikalienherstellers Stahl Holdings bestätigt, um sein Klebstoffgeschäft weiter auszubauen. Derzeit liefen Verhandlungen mit dem Mehrheitseigentümer Wendel aus Frankreich. Ob es zu einer Einigung komme, sei derzeit jedoch offen.

Carl Zeiss Meditec: Die Aktien von Carl Zeiss Meditec gehen nach einer Herabstufung auf Talfahrt. Die Titel des Medizintechnikkonzerns brechen um bis zu 6,3 Prozent ein, nachdem die Analysten von Goldman Sachs ihre Einschätzung auf „Neutral“ von zuvor „Buy“ gesenkt haben.

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Mit Agenturmaterial.

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