Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Arbeitsmarkt trotzt US-Politik – Rekorde an der Wall Street
Düsseldorf. Der US-Arbeitsmarkt ist in überraschend guter Verfassung. Das beeindruckte die Investoren an den US-Aktienmärkten am Donnerstag allerdings nur wenig. Aber dank geringer Kursgewinne stiegen die US-Indizes am letzten Handelstag der US-Börsenwoche trotzdem teilweise auf Rekordstände. Aufgrund des Feiertags am morgigen 4. Juli schloss die US-Börse bereits um 13 Uhr (Ortszeit).
- Der Dow Jones der Standardwerte schloss leicht im Plus bei 44.829 Zählern.
- Der S&P 500 brach am Donnerstag Rekord um Rekord und markierte eine neue Bestmarke mit 6279 Punkten zum Handelsschluss.
- Auch der Nasdaq erreichte ein Rekordhoch. Der Index stieg zum Börsenschluss auf 20.601 Zähler – über ein Prozent Plus im Vergleich zum Vortag.
Die am Donnerstag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für die USA überraschten mit positiveren Zahlen als gedacht. Im Juni wurden in den USA außerhalb der Landwirtschaft 147.000 neue Stellen geschaffen, deutlich mehr als die erwarteten 110.000. Damit trotzt der US-Arbeitsmarkt der unsicheren Politik unter Donald Trump – und dessen Forderung nach Zinssenkungen.
Denn mit anhaltender Vollbeschäftigung besteht kein Anreiz für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), den Zins zugunsten der Beschäftigungsquote zu senken. Die Inflationsrate liegt bei etwa 2,3 Prozent und damit nur knapp über dem Preisziel der Fed. Anders als die Europäische Zentralbank (EZB) hat die US-Notenbank ein duales Mandat und muss sich neben der Preisstabilität auch der Vollbeschäftigung widmen.