Private Equity: Investoren sehen steigende Nachfrage aus Mittlerem Osten
Berlin. Amerikas Schwäche ist Europas Chance – diese Botschaft wollen die Beteiligungsmanager auf der Private-Equity-Konferenz „Super Return“ in Berlin vermitteln. In Hintergrundgesprächen berichten sie von einem Stimmungsumschwung. Ihre Geldgeber – im Fachjargon Limited Partners (LPs) – aus dem Mittleren Osten und aus Asien würden sich zunehmend für europäische Fonds interessieren. Investitionen in US-Fonds würden dagegen sorgfältiger geprüft, sagen die Finanzinvestoren.
Christian Stracke, Präsident und globaler Leiter des Anleihen-Research beim US-Vermögensverwalter Pimco, sagt: „Unsere internationalen Kunden zeigen verstärkt Interesse an Investments außerhalb der USA.“ Immer mehr Geldgeber, vor allem aus dem Mittleren Osten und aus Asien, wollten in europäische Privatmarktfonds investieren. „Internationale Investoren fangen an, sich nach Alternativen zu den USA umzuschauen“, sagt er.
Davon profitieren europäische Private-Equity-Fonds. In Zahlen lässt sich der Trend noch nicht belegen, dafür ist er zu jung. Ein Beteiligungsmanager spricht von einer Entwicklung, die vor sechs Wochen begonnen hat. Doch wenn Deutschland und Europa die richtigen Impulse setzen, könnte er sich verfestigen.