Nachlass: So verhindern Sie frühzeitig Streit um Ihr Erbe
Ein vorbereitendes Gespräch mit der nächsten Generation über die Regelung des Erbes hat viele Vorteile.
Foto: imago images/Westend61München. Jedes Jahr dürften bundesweit rund 400 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt werden, schätzt die Hans-Böckler Stiftung. Dass bei so viel Geld Streit programmiert ist, wissen Menschen wie Philipp Rumler allzu gut. Er ist Fachanwalt für Erbrecht und Mediator und er kennt viele Familien, die wegen des Streits über den Nachlass beinahe zerbrochen sind.
Aus Sicht Rumlers birgt die Frage, wie das Vermögen von der älteren auf die jüngere Generation übertragen werden kann, viel Konfliktpotenzial. „In der Kombination mit Geld und anderen Gütern, die Begehrlichkeiten wecken oder die Wertschätzung durch die Eltern ausdrücken, bekommen alte Familienkonflikte oft wieder neues Futter.“ Denn oft gehe es gar nicht allein um Geld. „Meist geht es um Konflikte, deren Grundlage in früherer Kindheit liegen“, sagt er.
Lesen Sie anhand von drei typischen Situationen, wie Vermögen ohne Streit weitergegeben werden kann.
Psychologisch betrachtet ist ein Erbfall eine sogenannte Systemintervention. Das heißt, durch das Vermögen, das weitergegeben wird, können ungelöste Konflikte zwischen den Erben wieder aufbrechen. Psychologin und Finanzcoach Monika Müller nennt drei Beispielsituationen, die ihre Tücken haben: