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Gastkommentar – Homo oeconomicus Klimaschutz braucht den modernen Staat

Ein moderner Staat fördert die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten, schafft die nötige Infrastruktur und sorgt für den sozialen Ausgleich, meint Ökonom Tom Krebs.
02.03.2021 - 11:00 Uhr 2 Kommentare
Tom Krebs ist Professor für Makroökonomie an der Universität Mannheim. Quelle: Alex Kraus/Kapix
Der Autor

Tom Krebs ist Professor für Makroökonomie an der Universität Mannheim.

(Foto: Alex Kraus/Kapix)

Nach Jahren des klimapolitischen Stillstands bewegt sich etwas in Deutschland. Die SPD hat mit ihrem Programm „Zukunftsmissionen für unser Land“ ein überzeugendes Fortschrittskonzept vorgelegt, das den Klimaschutz zusammen mit der Digitalisierung in den Mittelpunkt rückt. Und die Grünen/Bündnis 90 haben in ihrem neuen Grundsatzprogramm ein schlüssiges Zukunftskonzept für eine klimaneutrale Wirtschaft entworfen, das nicht nur Forderungen aufstellt, sondern auch Lösungswege aufzeigt.

Doch beide Konzepte lassen zwei wichtige Fragen offen. Wie kann der angestrebte grüne Fortschritt sozial gerecht ausgestaltet werden? Und wie kann die Zukunftsmission „Klimaschutz“ effektiv umgesetzt werden?

Die Antwort auf diese zwei Fragen führt unweigerlich zur Idee des modernen Staats. Ein solcher Staat zeichnet sich durch drei wirtschaftspolitische Prinzipien aus.

Zum Ersten geht der moderne Staat mutig voran und stärkt gezielt die Nachfrage nach ökologisch nachhaltigen Zukunftsprodukten, um so einen Innovationsschub auszulösen. Beispielsweise kann die öffentliche Hand die Nachfrage nach erneuerbarem Wasserstoff steigern, indem sie die Nutzung wasserstoffbetriebener Züge der Deutschen Bahn fördert oder die Verwendung von grünem Zement im öffentlichen Straßen- und Wohnungsbau als Richtlinie vorgibt. Zudem kann die Politik durch zusätzliche Förderprogramme gewährleisten, dass die Industrie eine entsprechende Nachfrage nach erneuerbarem Wasserstoff entwickelt und zukünftig nicht mehr in klimaschädliche Anlagen investiert.

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    Zum Zweiten schafft der moderne Staat die notwendige öffentliche Infrastruktur und gewährleistet so die flächendeckende Nutzung der Zukunftsprodukte. Zum Beispiel erfordert die Entwicklung einer international wettbewerbsfähigen Wasserstoffwirtschaft ein leistungsfähiges Transportsystem, das die Produzenten des erneuerbaren Wasserstoffs mit den Verbrauchern verbindet. Dazu ist der schnelle Ausbau eines öffentlichen Pipeline-Netzwerks für Wasserstoff in Deutschland und Europa notwendig.

    Stärkung der Sozialpartnerschaft

    Diese zwei Säulen des modernen Staates bilden die Grundlage für einen ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsboom. Doch sie gewährleisten nicht die soziale Gerechtigkeit und gefährden somit die gesamte Zukunftsmission.

    Deshalb braucht es eine dritte Säule: Der moderne Staat unterstützt aktiv die Stärkung der Sozialpartnerschaft, damit möglichst viele Menschen am Wirtschaftsboom teilhaben können.

    Gute Sozialpartnerschaft beinhaltet Mitbestimmung und Tarifbindung, geht aber über diese traditionellen Instrumente hinaus. Sie erfordert eine Fortentwicklung der bestehenden Maßnahmen zur Weiterbildung und Qualifizierung. Und sie schließt eine Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro mit ein. Denn eine funktionierende Partnerschaft setzt voraus, dass alle Seiten jede Erwerbsarbeit wertschätzen.

    Mehr: Regierungsbeirat macht Vorschläge für grüne Umgestaltung der Finanzwirtschaft

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    2 Kommentare zu "Gastkommentar – Homo oeconomicus : Klimaschutz braucht den modernen Staat"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Warum moderne Methoden in Bezug auf traditionelle Methoden definieren, die veraltet und umständlich für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung sind? Modern bedeutet, über den Tellerrand und die Ketten der Ineffizienz hinaus zu denken. Warum nicht Mitbestimmung, Tarifbindung und Mindestlohn durch flexiblere Incentive-Aktienoptionen ersetzen? Die Gewerkschaften haben sich für die Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen nicht gut entwickelt. Moderne Nachhaltigkeit braucht freie und offene Märkte auf allen Ebenen. Die unsichtbare Hand freier und offener Märkte ist der grundlegende Motor von Gesellschaften, die hoffen, nachhaltig zu sein. Die beste moderne Richtungseinstellung beinhaltet selbstregulierte Lösungen, nicht mehr Bürokratie.

    • Ja geehrter Herr Krebs, es bewegt sich etwas, denn die Berliner Neutrino Energy Group hat seit über 10 Jahren die innovative Neutrino Technologie mit internationalen Wissenschaftlern entwickelt. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlichte kürzlich: "Das ewige Licht - Der Beginn eines neuen Zeitalters"  Er begründet eindringlich, die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind bereit. Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos basiert auf neueste Forschungsergebnisse. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung mit Strom zu speisen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie sowie unendliche Reichweiten für die Elektromobilität werden unser Leben weltweit positiv wandeln. Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften hat in einer  von Daimler Benz beauftragten Studie die Effizienz der Technologie und  die im Patent deklarierten Eigenschaften der Neutrino-Voltaik bestätigt. Jetzt muss die Politik mitziehen und die Wirtschaft zum Start führen.

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