Märkte-Insight: Anlegen in den USA oder Europa? Was Experten jetzt empfehlen

Ein Vergleich der jeweiligen Anleiherenditen in den USA und der Euro-Zone ist derzeit sehr interessant.
Foto: UnsplashDer unabhängige US-Analyst Ed Yardeni hat vor Kurzem die Weltregionen mittels der Indizes von MSCI verglichen. Gemessen an den erwarteten Gewinnen für die kommenden zwölf Monate sind die US-Aktien mit dem Faktor 20 bewertet, die Papiere der Euro-Zone dagegen ebenso wie die aus den Schwellenländern nur mit rund zwölf.
Interessant ist in dem Zusammenhang auch ein Vergleich der jeweiligen Anleiherenditen. Die liegen in den USA für Staatspapiere mit drei Monaten Laufzeit bei mehr als fünf Prozent und bei einer Laufzeit von zehn Jahren immer noch bei rund vier Prozent.
Das bedeutet: US-Aktien bringen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20, was einer Gewinnrendite von fünf Prozent entspricht, nicht mehr als kurzfristige, sichere Zinspapiere und nur wenig mehr als zehnjährige Anleihen.
Anders in Euro-Land: Hier entspricht ein KGV von zwölf einer Gewinnrendite von mehr als acht Prozent. Dem steht eine Rendite von 3,6 Prozent bei deutschen Staatpapieren mit zwei Monaten Laufzeit und 2,5 Prozent mit zehn Jahren gegenüber. Anders gesagt: In den USA bekommen Aktionäre für das höhere Risiko der Aktien gegenüber sicheren Zinspapieren praktisch keine Mehrrendite, während sie in Europa im Vergleich geradezu fürstlich entlohnt werden.