Märkte Insight: Aktienkurse im Bann der Inflation

„Die Straffung der Geldpolitik geht zu Ende, zuerst in den USA und dann in Europa, obwohl die Inflation zu hoch ist.“
Foto: ImagoDie Angst war nicht zu übersehen: Vor der Bekanntgabe der neuen US-Inflationszahlen blieben die Anleger vorsichtig und die Aktienkurse im roten Bereich. Als dann ein minimaler Rückgang der Inflation von 5,0 im März auf 4,9 Prozent im April veröffentlicht wurde, sah die Welt gleich wieder freundlicher aus. Der Deutsche Aktienindex (Dax) kam in den grünen Bereich. Doch anschließend rutschte er wieder ab und schloss bei 15.896 Punkten, ein Minus von 0,4 Prozent. In den USA notierten die großen US-Indizes im Handelsverlauf uneinheitlich.
Im Grunde hat sich durch die neue Zahl aus den USA die Situation kaum verändert, außerdem lag sie etwa im erwarteten Bereich. Das ergab kein starkes Signal, aber die Zuckungen der Kurse machten deutlich, dass die Märkte im Bann der Preise bleiben.
>>Lesen Sie hier: US-Inflationsrate sinkt leicht auf 4,9 Prozent
Im Großen und Ganzen bestätigte sich das bekannte Bild: Die Straffung der Geldpolitik geht zu Ende, zuerst in den USA und dann in Europa, obwohl die Inflation zu hoch ist. Denn die Geldpolitiker spekulieren darauf, dass ihre Zinserhöhungen mit der üblichen Verzögerung doch noch dazu führen, die Inflation zumindest in die Nähe des Ziels von zwei Prozent zu bekommen.