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Bildung in DeutschlandBildungsministerin Karliczek kritisiert die langsame Digitalisierung der Schulen

Ist eine Änderung des Grundgesetztes notwendig, um die Digitalisierung der Schulen voranzutreiben? Das fordert zumindest die Bildungsministerin. 29.08.2021 - 11:51 Uhr Artikel anhören

Nach Meinung der Bundesbildungsministerin soll es für Schülerinnen und Schüler trotz steigender Corona-Zahlen weiter Präsenzunterricht geben.

Foto: dpa

Berlin. Bei der Digitalisierung der Schulen hinken die Bundesländer nach Ansicht von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek noch hinterher. „Das Tempo ist mir insgesamt zu langsam“, sagte die CDU-Politikerin der „Augsburger Allgemeinen“.

„Das muss schneller werden, auch wenn das Schulsystem gerade wegen der Pandemie vor vielen Herausforderungen steht.“ Unter anderem warb die Ministerin für eine Änderung des Grundgesetzes, so dass Bund und Länder bei der Bildung stärker zusammenarbeiten. In der Bildungspolitik haben derzeit die Bundesländer das letzte Wort.

Der Bund stelle den Ländern für die Digitalisierung der Schulen 6,5 Milliarden Euro bis 2024 zur Verfügung, so Karliczek. Zwar würden diese Mittel in jüngster Zeit auch mehr und mehr abgerufen. „Aber insgesamt muss ich gut zwei Jahre nach Start des Digitalpakts sagen: Die Digitalisierung der Schulen ist noch längst nicht da, wo sie sein sollte“, so die Ministerin.

Die Corona-Pandemie habe die Defizite in der Digitalisierung noch einmal deutlich gemacht. Es müsse sichergestellt werden, dass Kinder auch zu Hause und aus der Ferne gut unterrichtet werden können - etwa über Online-Tools und Lernprogramme.

Allerdings hielt die Ministerin daran fest, dass Schülerinnen und Schüler trotz steigender Corona-Zahlen weiter Präsenzunterricht erhielten. Obwohl es noch offene Fragen zu langfristigen Folgeschäden eine Covid-Erkrankung (Long-Covid) gebe, sei dieser „grundsätzlich zu verantworten“, so Karliczek.

dpa
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