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ImmobilienCoronakrise führt zu hohen Ausfällen bei Gewerbemieten

Der Ruf nach staatlichen Hilfen reißt nicht ab. Die Immobilienwirtschaft fordert besonders für drei Branchen Unterstützung – doch nicht nur in Form von Soforthilfen.Silke Kersting 17.04.2020 - 09:00 Uhr

70 Prozent der Ausfälle kommen aus dem Einzelhandel.

Foto: dpa

Berlin. Ab Montag können kleine Geschäfte wieder öffnen, doch die vergangenen vier Wochen Ausnahmezustand haben ihre Spuren hinterlassen. Eine Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen des BFW Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen zeigt, dass der Gewerbebereich in hohem Maß von Mietausfällen betroffen ist.

70 Prozent der Ausfälle stammen aus Verträgen mit dem Einzelhandel, der Gastronomie und dem Hotelbereich, heißt es in der Umfrage, die an diesem Freitagmorgen veröffentlicht wird. Die Auswertung der bundesweiten Umfrage umfasst 16.000 Mietverhältnisse im Gewerbebereich.

Demnach haben 19 Prozent der befragten Immobilienunternehmen Mietausfälle im Gewerbebereich. In Bayern berichten 28 Prozent der befragten Unternehmen von ausbleibenden Zahlungen von Gewerbemieten, in Berlin 20 Prozent und in Nordrhein-Westfalen 15 Prozent.

Abhängig von der Branche zeige sich aber ein sehr heterogenes Bild, erklärte BFW-Präsident Andreas Ibel. „Während manche Unternehmen gar nicht oder nur in geringem Maße von Mietausfällen betroffen sind, verzeichnen andere Zahlungsausfälle bei bis zu 80 Prozent der Gewerbemietverhältnisse. Dann steht die Existenz des Unternehmens durch die ausbleibende Liquidität auf dem Spiel.“

Ibel forderte jetzt ein „Bündel an unterschiedlichen, passgenauen Maßnahmen, die gemeinsame Perspektiven für Mieter und Vermieter aufzeigen“. Das gelte ganz besonders für den Einzelhandel, die Gastronomie und die Hotellerie, die vom Shutdown in den vergangenen Wochen am stärksten betroffen waren. 

„Hier sind nicht nur Soforthilfen, sondern längerfristige Maßnahmen für einen nachhaltigen Wiederaufbau gefragt“, sagte Ibel. Eine Möglichkeit sind für den BFW Ausfallbürgschaften für gestundete Mieten.

Dem BFW gehören derzeit rund 1600 Mitgliedsunternehmen an. Die Mitgliedsunternehmen stehen für 50 Prozent des Wohnungs- und 30 Prozent des Gewerbeneubaus.

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