Koaltionsverhandlungen: Neues Regierungsteam aus SPD und BSW in Brandenburg steht
Ministerpräsident von Brandenburg Dietmar Woidke (SPD) und der Fraktionsvorsitzende der BSW Robert Crumbach (BSW) bei einer Pressekonferenz. Foto: Michael Bahlo/dpa
Potsdam.
Die Besetzung der Ministerien in der geplanten Regierungskoalition aus SPD und BSW
in Brandenburg steht. Die Sozialdemokraten übernehmen sechs Ressorts und die Staatskanzlei,
das BSW besetzt drei Ministerien.
SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist erneut an der Spitze der Landesregierung
vorgesehen: Der 63-Jährige soll am kommenden Mittwoch wieder gewählt werden. Daniel
Keller, bislang SPD-Fraktionschef im Landtag, soll nach Informationen der Deutschen
Presse-Agentur das Wirtschaftsministerium übernehmen. Mehrere Medien hatten zuvor
darüber berichtet. Die bisherige Finanzministerin Katrin Lange (SPD) ist für das Innenressort
gesetzt.
Neu in ein Regierungsamt soll die Landtagsabgeordnete und Landwirtin Hanka Mittelstädt
(SPD) kommen und das Agrarministerium übernehmen. Für den Posten des Justizministeriums
ist Benjamin Grimm (SPD) vorgesehen. Er ist Landtagsabgeordneter und war Staatssekretär
in der Staatskanzlei von Woidke. Steffen Freiberg (SPD) soll Bildungsminister bleiben,
Manja Schüle (SPD) das Wissenschaftsministerium behalten. Als Staatskanzlei-Chefin
soll Kathrin Schneider (SPD) im Amt bleiben.
Das Bündnis Sahra Wagenkecht (BSW) übernimmt das Finanzministerium: An der Spitze
soll BSW-Landes- und Fraktionschef Robert Crumbach stehen. Der Bürgermeister von Templin,
Detlef Tabbert, war von der Linken zum BSW gewechselt und soll Infrastruktur und Verkehr
übernehmen. Für das Gesundheitsministerium ist Britta Müller (parteilos) vorgesehen,
frühere Brandenburger SPD-Landtagsabgeordnete und bisher Leiterin der Pflegekasse
bei der AOK Sachsen-Anhalt.