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LuftverkehrSenkung der Ticketsteuer laut Ministerium von Etat abhängig

Im Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD eine Senkung der Ticketsteuer angekündigt. Wann aber kommt sie? 21.07.2025 - 12:57 Uhr Artikel anhören
Flugzeug im Landeanflug: Im Mai 2024 wurde die Luftverkehrsteuer deutlich erhöht. Foto: Arne Dedert/dpa

Das Bundesfinanzministerium hat mit Blick auf eine mögliche Senkung der Luftverkehrsteuer auf die schwierige Haushaltslage verwiesen. Eine Sprecherin von Minister Lars Klingbeil (SPD) sagte in Berlin, alle Maßnahmen im Koalitionsvertrag stünden unter Finanzierungsvorbehalt.

Man müsse schauen, ob Mittel zur Senkung der Luftverkehrsteuer möglich seien. Der Entwurf des Haushalts 2026 solle Ende Juli vom Kabinett beschlossen werden. Dann solle es Klarheit zur Ticketsteuer geben, machte die Sprecherin deutlich.

Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD heißt es: „Die luftverkehrsspezifischen Steuern, Gebühren und Abgaben wollen wir reduzieren und die Erhöhung der Luftverkehrsteuer zurücknehmen.“

Gestrichene Flüge

Im Mai 2024 wurde die Luftverkehrsteuer deutlich erhöht. Airlines wie Ryanair hatten Flüge von deutschen Flughäfen unter Verweis auf die hohen Standortkosten gestrichen.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, wird die Rücknahme der Ticketsteuer in den Beratungen über den Haushalt 2026 konkretes Thema. Der Koordinator der Bundesregierung für Tourismus, Christoph Ploß (CDU), sagte der Zeitung: „Die Erhöhung der Luftverkehrsteuer muss zurückgenommen werden, auch die Gebühren an den deutschen Flughäfen müssen runter. Sonst gibt es bald an den deutschen Flughäfen noch weniger Flugverbindungen, als es derzeit der Fall ist.“

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Unklar ist aber, ob das auch im Koalitionsvertrag von Union und SPD verankerte Vorhaben mit dem Haushaltsentwurf für 2026 kommen wird.

Standortkosten bremsen Flugverkehr

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Laut eines im März vorgestellten Gutachtens im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums bremsen im europäischen Vergleich deutlich höhere Standortkosten wie die Ticketsteuer den deutschen Luftverkehr. Zwischen 2019 und 2024 seien die Standortkosten in Deutschland deutlich stärker gestiegen als im europäischen Durchschnitt. Nach den Einbrüchen in der Corona-Pandemie habe sich der Passagierverkehr in Deutschland eher langsamer erholt.

Der Flughafenverband ADV teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit, eine Zurücknahme der Erhöhung der Luftverkehrsteuer aus dem Jahr 2024 wäre ein erster und dringlicher Schritt in die richtige Richtung. Die staatlichen Belastungen durch Steuern und Gebühren seien sehr hoch. „Die Bundesregierung sollte sich gar Schweden als Vorbild nehmen. Dort wurde die Luftverkehrsteuer ersatzlos gestrichen“, so ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

dpa, rtr
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