Regierungsbildung: Wie Friedrich Merz die entscheidenden Tage organisiert
Berlin. Friedrich Merz folgt dieser Tage dem Motto „Politik ist Organisation“. Am Montagmorgen tagte der CDU-Vorsitzende zunächst in der Parteizentrale mit seinem Präsidium, danach mit dem Bundesvorstand. Mittags schickte Merz seinen Generalsekretär Carsten Linnemann vor die Presse, während er selbst gen Bundestag fuhr, um die Vorsitzenden der Landesgruppen der Fraktion zu treffen.
Weiter ging es Schlag auf Schlag: geschäftsführender Fraktionsvorstand, Fraktionsvorstand, Fraktion. Am Abend dann beriet sich der Fraktionschef Merz mit Lars Klingbeil (SPD) und den Fraktionsvorsitzenden der Grünen: Katharina Dröge und Britta Haßelmann.
Es sind noch einige Steine aus dem Weg zu räumen, bevor Merz das Kanzleramt erreicht.
Nachdem er und seine Unterhändler sich mit der SPD auf ein elfseitiges Sondierungspapier verständigt hatten und es viel Kritik gegeben hatte, musste er – am Wochenende telefonisch und am Montag in Präsenz – die Wogen in den eigenen Reihen glätten, Koalitionsgespräche vorbereiten und auch die Grünen davon überzeugen, dem billionenschweren Verschuldungsplan zuzustimmen.