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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther: Kanzlerkandidat der Union muss Anfang 2021 feststehen

CDU-Politiker Daniel Günther will den Kanzlerkandidaten lieber früher als später festlegen. CSU-Chef Markus Söder habe bei der Entscheidung mitzureden, so Günther.
27.08.2020 - 01:13 Uhr Kommentieren
Günther hatte sich auch dafür ausgesprochen, vor dem CDU-Parteitag einen Kompromiss im Ringen um den Parteivorsitz zu finden. Quelle: dpa
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther

Günther hatte sich auch dafür ausgesprochen, vor dem CDU-Parteitag einen Kompromiss im Ringen um den Parteivorsitz zu finden.

(Foto: dpa)

Berlin Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (CDU) hält nichts von der Idee, den Kanzlerkandidaten der Union erst nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im März 2021 zu nominieren. Das hatte CSU-Chef Markus Söder ins Gespräch gebracht. Günther sagte der „Rheinischen Post“ (Donnerstag), das halte er „für zu spät“. „Anfang nächsten Jahres“ müsse der Kanzlerkandidat feststehen.

Söder habe „eine Menge“ mitzureden, und eine CDU-Vorsitz-Kandidatur sei nicht automatisch mit der Kanzlerkandidatur verbunden, sagte Günther. „Aber es spricht viel dafür, dass die CDU diesen Anspruch erhebt.“ Die CDU will im Dezember auf einem Parteitag die Nachfolge von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer regeln. Um den Parteivorsitz bewerben sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenexperte Norbert Röttgen. Laschet tritt mit Jens Spahn im Team an, der Gesundheitsminister will Stellvertreter von Laschet werden.

Günther hatte sich bereits dafür ausgesprochen, vor dem Parteitag einen Kompromiss im Ringen um den Parteivorsitz zu finden. Am Montag hatte Laschet den Parteikollegen in Schleswig-Holstein besucht. Günther hatte betont, das Team Laschet mit Spahn habe seine Unterstützung.

Der „Rheinischen Post“ sagte Günther: „Auch Jens Spahn, der sicher selbst Ambitionen hatte, aufs Ganze zu gehen, hat sich in ein Team mit Armin Laschet eingebracht. Wenn ein erfolgreicher Politiker wie der Bundesgesundheitsminister das kann, ist es doch nicht zu viel verlangt, wenn auch mal andere darüber nachdenken.“

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