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SonntagsfrageTrotz Lockdown: Merkel bleibt beliebteste Politikerin

Auch in Krisenzeiten bleibt die politische Stimmung laut Umfragen stabil. Nur die AfD könnte einen Teil einer wichtigen Wählergruppe verlieren. 13.12.2020 - 13:52 Uhr Artikel anhören

Ein dreiviertel Jahr vor der Bundestagswahl kann der Kanzlerin in Sachen Beliebtheit keiner das Wasser reichen.

Foto: AFP

Düsseldorf. Mitten in der Corona-Krise ist die amtierende Bundeskanzlerin immer noch unangefochten auf Platz Nummer eins der beliebtesten PolitikerInnen Deutschlands. Ein dreiviertel Jahr vor der Bundestagswahl ist noch kein Nachfolger in Sicht. Zwar bekunden Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und der bayerische Regierungschef Markus Söder (CSU) schon des öfteren Ambitionen auf die Unions-Kanzlerkandidatur, beide reichen allerdings bei Weitem nicht an die Popularität der CDU-Kanzlerin (71 Prozent) heran.

Allerdings schneidet Söder im Urteil der Bundesbürger vergleichsweise besser ab: Mit seiner Arbeit sind sechs von zehn (57 Prozent) zufrieden. Zu Armin Laschet äußert sich ein gutes Drittel (36 Prozent) wohlwollend. Zugleich erfährt der bayerische CSU-Politiker (78 Prozent) auch in den Reihen der Unions-Anhänger derzeit einen größeren Zuspruch als der CDU-Politiker aus Nordrhein-Westfalen (45 Prozent).

Das Ansehen der Bundesregierung geht zum Jahresende zwar etwas zurück, bewegt sich aber weiterhin auf überdurchschnittlich hohem Niveau: Nach 67 Prozent im Vormonat äußern sich aktuell 62 Prozent der Bundesbürger zufrieden zur Arbeit der schwarz-roten Koalition. Das hat eine Umfrage unter 1.007 Wahlberechtigten von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend am Montag und Dienstag dieser Woche ergeben. Deutliche Zustimmung für die derzeitige Regierungsarbeit kommt von den Anhängern der Union (86 Prozent) und SPD (77 Prozent), aber auch aus den Reihen der Grünen (85 Prozent). Den Gegenpol hierzu bilden die AfD-Anhänger, die die Arbeit der Bundesregierung mehrheitlich kritisieren (89 Prozent).

Die Arbeit von Angela Merkel bewerten in Zeiten der Krise 71 Prozent der Wahlberechtigten positiv (-3 Prozentpunkte im Vergleich zu November). Mit der Arbeit des CDU-Gesundheitsministers Jens Spahn sind aktuell 64 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden (-1). SPD-Finanzminister Olaf Scholz (55 Prozent; -8) und SPD-Außenminister Heiko Maas (50 Prozent; -7) verlieren deutlich an Zustimmung. Auch Innenminister Horst Seehofer (42 Prozent; -4) büßt gegenüber November an Zuspruch ein.

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, dann würden weiterhin 36 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland ihre Stimme der Union geben. Die SPD bleibt, ebenfalls unverändert, bei 15 Prozent; die AfD ebenfalls unverändert bei 10 Prozent. Auch die FDP bliebe bei 6 Prozent; die Linke bei 7 Prozent. Die Grünen würden einen Punkt gewinnen und stünden bei 21 Prozent.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von RTL und ntv: Die politische Stimmung in Deutschland bleibt auch in der verschärften Corona-Krise stabil. Die AfD würde als einzige Partei merklich schlechter abschneiden, allerdings nicht zum Vorteil der anderen Parteien. Mehr als drei Jahre nach der letzten Bundestagswahl zeigen die Daten des RTL/ntv-Trendbarometers, dass sich sehr viel mehr Deutsche lieber gar nicht an der Wahl beteiligen wollen als AfD zu wählen. 23 von 100 Wahlberichtigten wollen derzeit nicht wählen, 6 von 100 wollen der AfD ihre Stimme geben. Höchstens ein Prozent derer, die 2017 Union, SPD, Grüne, FDP oder Linke gewählt haben, wollen derzeit zur AfD wechseln. Die Hälfte der AfD-Wähler (51 Prozent) würde auch jetzt noch bei ihrer Wahlentscheidung bleiben.

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/ntv-Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.

kwi
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