Union: CDU-Funktionäre kritisieren Parteichef Friedrich Merz
Berlin. Angesichts des Unmuts in der eigenen Partei will die CDU ihren Bundestagswahlkampf aufarbeiten. Entsprechende Pläne verfolgt man im Konrad-Adenauer-Haus, wie das Handelsblatt aus Parteikreisen erfuhr. Generalsekretär Carsten Linnemann habe dies mit den Verantwortlichen der Landesverbände und Parteivereinigungen kürzlich besprochen, heißt es.
Ziel sei es zu analysieren, warum die Partei bei der Bundestagswahl nicht so stark abgeschnitten hat, um zwischen mehreren Koalitionspartnern wählen zu können. Dies galt als Voraussetzung, um den proklamierten „Politikwechsel“ in der Wirtschafts-, Haushalts- und Migrationspolitik auch durchsetzen zu können. Stattdessen seien Erwartungen geschürt worden, die sich nun nicht erfüllten.
„Warum hat die Ampel 20 Prozentpunkte verloren und wir nicht einmal fünf hinzugewonnen?“, habe die Frage gelautet, verbunden mit der Erkenntnis: „Wir müssen den Bundestagswahlkampf aufarbeiten. Das muss die Partei leisten.“