Förderung: Ungarns Bevölkerung schrumpft trotz Subventionen
Budapest. Christopher sitzt im Bällebad und schaut gebannt auf die grün blinkende Box, die wenige Meter über ihm an der Wand hängt. Immer wieder fallen Bälle auf den Zweijährigen, der ihnen die Ärmchen entgegenstreckt und freudig kreischt. Sein älterer Bruder dreht Runden in einem Polizeiauto, dessen Scheinwerfer und Kühlergrill ein lachendes Gesicht darstellen. Ihr Vater, Csaba Mohacsi, sitzt auf den bunten Sitzwürfeln in der Spielhalle eines großen Budapester Einkaufszentrums und beobachtet seine Söhne.
Mohacsi will eigentlich längst aufbrechen, kann aber die Kinder nicht zum Gehen bewegen. „Sie sind meine ganze Freude“, sagt der 30-jährige Bauarbeiter. Deshalb komme er auch nach harten Arbeitstagen regelmäßig mit ihnen in den „Kinder-Park“, obwohl die Preise hoch sind.
Pro Kind kostet der Eintritt umgerechnet 4,60 Euro für die erste halbe Stunde, für jede weitere Viertelstunde werden gut zwei Euro berechnet. Die Familie wohnt in einer Sozialwohnung in der Nähe. Alles sei sehr teuer geworden in den vergangenen Jahren, sagt Mohacsi. „Wir kommen gerade so durch.“