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Nahost-KriegDieser US-General soll Israel beraten

James Glynn bekämpfte schon im Irak Aufständische in Falludscha und die Terrororganisation IS. Nun soll der Drei-Sterne-General Israel bei der Planung der schwierigen Bodeninvasion helfen.Juliane Schäuble 25.10.2023 - 18:48 Uhr Quelle: TagesspiegelArtikel anhören

James Glynn: Der General der US-Marines wurde mit weiteren hochrangigen US-Militärs nach Israel entsandt.

Foto: dpa

Es ist dieser Tage häufig zu hören: Wenn die israelische Armee in den Gazastreifen einmarschiert, werde das „schlimmer als Falludscha“. In der 350.000-Einwohner-Stadt rund 50 Kilometer westlich von Bagdad wurde während des Irakkrieges Ende 2003 bis November 2004 die blutigste und umstrittenste Schlacht zwischen US-Militär und Rebellengruppen ausgefochten.

Einer, der damals amerikanische Elitesoldaten befehligte, ist Generalleutnant James Glynn. Seine Erfahrung soll der Drei-Sterne-General des Marine Corps nun mit den israelischen Streitkräften mit Blick auf eine Invasion des dicht besiedelten Gazastreifens teilen.

Zusammen mit weiteren hochrangigen US-Militärs wurde Glynn nach Israel entsandt, wie US-Medien unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium berichteten. Dies bedeute aber nicht, dass die USA Entscheidungen für Israel träfen, hieß es. Sollte der Truppeneinmarsch beginnen, werde Glynn auch nicht mehr vor Ort sein, betonte das Pentagon.

Der Schritt zeigt dennoch, wie eng die US-Armee in die israelischen Pläne eingeweiht ist. Glynn solle unter anderem dabei beraten, wie zivile Opfer im Häuserkampf vermieden werden können, sagte ein Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur AP.

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, bestätigte beim Presse-Briefing am Montag, dass es „einige US-Militäroffiziere mit einschlägiger Erfahrung in Bezug auf die von den Israelis durchgeführte Operation gibt, die dort sind, um ihre Sichtweise mitzuteilen und schwierige Fragen zu stellen – die gleichen schwierigen Fragen, die wir unseren israelischen Kollegen von Anfang an gestellt haben“.

Biden will Einmarsch hinauszögern

Die USA unterstützen zwar nach wie vor die Bodeninvasion und Israels Ziel, die Terrororganisation Hamas zu zerschlagen, die den Gazastreifen kontrolliert und bei den Anschlägen am 7. Oktober rund 1400 Menschen getötet hat. Aber die Regierung von US-Präsident Joe Biden soll Israel dazu gedrängt haben, einen Einmarsch hinauszuzögern, damit möglichst viele der mehr als 200 Geiseln freikommen und mehr Hilfe in den Küstenstreifen geliefert werden kann.

Biden will verhindern, dass der Konflikt zu einem Flächenbrand wird. Eine hohe Zahl ziviler Opfer könnte die Unruhen in der Region weiter anfeuern, so die Sorge. In einem Interview mit dem Sender ABC News am Sonntag sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin, er habe seinen israelischen Amtskollegen Yoav Gallant „ermutigt“, alle Operationen „im Einklang mit dem Kriegsrecht durchzuführen“.

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Für den Fall einer völligen Eskalation des Gazakriegs hat die US-Regierung laut einem Medienbericht aber auch schon einen Plan für die Evakuierung aller ihrer Bürger aus dem Nahen Osten erarbeitet. Das berichteten vier mit der Kontingentplanung der Biden-Regierung betraute Beamte der „Washington Post“.

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