Syrien: Umsturz könnte laut Experten eine „Riesenchance“ für Trump sein
Washington. Der Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad hat selbst die amerikanische Regierung mit ihren üppigen Geheimdiensten überrascht. Das räumten führende US-Regierungsbeamte in den vergangenen Tagen mehrmals ein. In der US-Hauptstadt werden die Ereignisse derzeit heiß diskutiert, auf den Fluren des US-Kongresses, im Weißen Haus und in den zahlreichen Denkfabriken.
Denn zum einen könnten die Ereignisse die Dynamik im Krisenherd Nahost völlig verändern. Zum anderen stehen die USA selbst vor einem Umbruch: der nahenden Präsidentschaft von Donald Trump. In sechs Wochen, am 20. Januar, wird Trump seinen Amtseid ablegen.
Noch lenkt Joe Biden die Geschicke der USA. Er ließ am Sonntag mehr als 75 Stellungen des Islamischen Staates (IS) in Syrien bombardieren, damit die Terrororganisation das Machtvakuum im kriegsgebeutelten Land nicht ausnutzt. Doch parallel richtet sich der Fokus auf Trump und seine künftige Außenpolitik.
Die Ereignisse in Syrien seien „eine Riesenchance für Trump, um den Iran weiter zu schwächen“, sagte Elliott Abrams, Experte am Council on Foreign Relations, am Montag. Abrams war in der ersten Trump-Regierung deren Sonderbeauftragter für den Iran und Venezuela.